• Wasserhärte in Worms

    Das Leitungswasser für Worms kommt seit 1905 zum größten Teil aus dem Wasserwerk Bürstädter Wald. Hauptverantwortlich für die Trinkwasserversorgung ist die EWR, in deren Zuständigkeit auch die Wasserqualität und die Wasserhärte in Worms fällt. Das erste Wasserwerk für Worms wurde bereits 1888 in der Klosterstraße errichtet. Es förderte das Wasser direkt aus dem Rhein, von wo aus dieses zur Filtration und von dort aus weiter zu den Kunden gelangte. Als die Stadt Mannheim die Erlaubnis für die Einleitung ungeklärter Abwässer in den Rhein erteilte, kam es in Worms zu Versorgungsproblemen. Gelöst wurden diese durch die Inbetriebnahme des Wasserwerks Bürstädt, das damals über 30 Flachbrunnen zur Grundwasserförderung verfügte.

    Verschiedene Wasserversorger für Worms

    Bis heute liefert das Wasserwerk im Bürstädter Wald den Hauptanteil des Trinkwassers für Worms. Die Flachbrunnen wurden allerdings aufgrund nachlassender Ergiebigkeit zu Beginn der 1980er Jahre durch acht bis zu 135 Meter tiefe Brunnen ersetzt. Vier von diesen reichen bereits aus, um die Trinkwasserversorgung sicherzustellen. Das Trinkwasser für die Wormser Ortsteile Rheindürkheim, Abenheim, Pfeddersheim, Kriegsheim und Heppenheim wird vom Wasserwerk Zweckverband Seebachgebiet bereitgestellt. Dessen Wasserwerke Osthofen, Mölsheim und Bechtheim-West gewinnen ihr Rohwasser über Tiefbrunnen in den Wasserschutzgebieten Ost- und Westhofen. Die Bewohner von Worms-Ibersheim erhalten ihr Leitungswasser vom Zweckverband Wasserversorgung für das Altrheingebiet, dessen Vorlieferant ebenfalls der Zweckverband Seebachgebiet ist.

    Wasseraufbereitung und Qualitätssicherung im Bürstädter Wasserwerk

    Das im Wasserwerk Bürstädter Wald gewonnene Trinkwasser für Worms ist eisen-, mangan- und schwefelhaltig und bedarf daher einer umfassenden Aufbereitung. Über eine Belüftungsanlage wird es zunächst mit Sauerstoff angereichert. Dadurch oxidieren Eisen- und Mangananteile und können ausgefiltert werden. Anschließend wird das Wasser in das Leitungsnetz eingespeist und über unterirdisch verlegte Rohrleitungen unter anderem in die Rameyer Hochbehälter transportiert. Alle Zwischenspeicheranlagen zusammen haben ein Fassungsvermögen von 16.000 Kubikmetern. Zur Sicherung der Wasserqualität in Worms werden das Wasser und die Filteranlagen im Wasserwerk Bürstädter Wald ständig sensorisch überwacht. Abweichungen von den Normwerten können so schnell festgestellt und an die Leitstelle weitergeleitet werden. Zur Ausstattung jedes Tiefbrunnens gehört ein Manipulationssensor, der bei unbefugtem Öffnen des Brunnenschachtes das Wasserwerk sofort automatisiert abschalten würde. In diesem Falle würden die als Trinkwasserreserve dienenden Hochbehälter die Wasserversorgung allein übernehmen.

    Hohe Wasserhärte problematisch für Haushaltsgeräte

    Mit 17,6 °dH in der Kernstadt, 20,9 °dH in Ibersheim und 21,1 °dH in den anderen Ortssteilen entspricht die Wasserhärte in Worms dem Härtebereich „hart“. Grund hierfür ist der hohe Anteil an Mineralien, insbesondere an Kalzium und Magnesium. Diese sogenannten Härtebildner können sich bei hohen Temperaturen in Haushaltsgeräten ablagern und diese im Laufe der Zeit beschädigen.

    Fazit

    In Worms fließt hartes Wasser aus der Leitung. Um kalkbedingte Schäden durch die hohe Wasserhärte zu vermeiden, sollten Wasch- und Spülmaschinen auf den Härtegrad eingestellt und Wasch- und Spülmittel entsprechend der Herstellervorgaben für diese Wasserhärte dosiert werden. Worms ist eine Stadt in Rheinland-Pfalz und befindet sich ca. 23 Kilometer nördlich von Mannheim und ca. 46 Kilometer südwestlich von Darmstadt.