• Wasserversorgung und Wasserhärte in Velbert

    Velbert, in Nordrhein-Westfalen zwischen Wuppertal im Süden und Essen im Norden gelegen, ist eine Gemeinde mit über 80.000 Einwohnern. Markant ist das Wasserturmhochhaus Lindenstraße, das nach eigenen Angaben der Stadtwerke Velbert schon fast als Wahrzeichen der Stadt angesehen werden kann. Es wurde 1957 an einem der höchsten Punkte im Gebiet erbaut und bietet nicht nur Raum für Wasser, sondern auch für Wohnungen.

    Das Trinkwasser für Velbert kommt aus zwei Quellen und versorgt die Gemeinde zuverlässig mit dem kostbaren Nass. Die Wasserhärte für das Gebiet ist allerdings einheitlich.

    Velbert setzt auf Ruhrwasser

    Der Hauptteil des Trinkwassers in Velbert kommt aus dem Wasserwerk Essen-Kettwig, das zu der RWW gehört, der Rheinisch-Westfälischen-Wasserwerksgesellschaft mbH. Es versorgt rund 65.000 Einwohner, unter anderem in Velbert-Mitte und Velbert-Neviges, mit etwa 3,8 Millionen Kubikmetern Wasser im Jahr. Dieses ist ein Ruhruferfiltrat von hoher Qualität. Zwei Fernleitungen transportieren das Wasser vom Wasserwerk bis an die Gemeindegrenze von Velbert, wobei mehr als 200 Meter Höhenunterschied überwunden werden müssen. Dort übernehmen vier Messstationen der Stadtwerke das Trinkwasser und sorgen für den reibungslosen Weitertransport. Der angesprochene Wasserturm besitzt eine Höhe von zehn Metern, einen Durchmesser von 18 Metern und er fasst 3.000 Kubikmeter Wasser. Da er so hoch liegt, ist ein gleichmäßiger Druck in den Leitungen gewährleistet und auch in Spitzenzeiten kann der Bedarf der Bewohner problemlos gedeckt werden.

    Der Stadtteil Langenberg sowie Teile von Neviges werden dagegen von Essen-Horst versorgt, einem höchst modernen Wasserwerk, das ebenfalls Ruhrwasser fördert. Die Übernahme des aufbereiteten Trinkwassers geschieht in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Essen.

    Hohe Zufriedenheit in Velbert

    Auffällig ist die hohe Zufriedenheit der Einwohner Velberts mit ihrer Wasserqualität. Bei einer Umfrage im Jahr 2015 lagen die Zustimmung und damit das Vertrauen deutlich höher als der Bundesdurchschnitt. Das liegt sicher auch daran, dass das Rohwasser ebenso wie das fertige Trinkwasser regelmäßig untersucht wird. Zudem gibt es im Wasserwerk Essen-Kettwig, das bereits 1891 errichtet wurde, sogenannte Sickerschlitzgräben. Diese sind völlig in sich geschlossen, sodass eine Verunreinigung des fertigen Trinkwassers von außen unmöglich ist. Im Übrigen wird das Wasser durch UV-Anlagen desinfiziert, gechlort wird nur in Ausnahmefällen.

    Die Wasserhärte in Velbert

    Die Wasserhärte in Velbert fällt in den Bereich weich. Das bedeutet, dass schon geringe Mengen an Reinigungs- und Waschmitteln für die Sauberkeit ausreichen; auch müssen die elektrischen Geräte kaum entkalkt werden. Das gilt vor allem dann, wenn die Temperaturen nicht so hoch eingestellt werden, denn bei mehr als 60 Grad fällt mehr Kalk aus. Kalk ist ansonsten ein gesundheitlich unbedenklicher Stoff, der sich aus Magnesium und Kalzium im Wasser ergibt. Bei der Wasserhärte weich fallen diese also kaum an. Weiches Wasser begeistert vor allem auch Teetrinker; es kann ebenso gut für Säuglingsnahrung verwendet werden

    Velbert liegt in Nordrhein-Westfalen zwischen Mühlheim an der Ruhr im Nordwesten und Wuppertal im Südosten.

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