• Wasserversorgung und Wasserhärte in Tübingen

    Die Wasserhärte in Tübingen – in den einzelnen Stadtbezirken etwas unterschiedlich

    In der Stadt Tübingen versorgen die Stadtwerke Tübingen sämtliche Einwohner und Firmen mit sauberem Leitungswasser. Sie gewinnen selbst Wasser, kaufen jedoch den größten Teil des benötigten Trinkwassers ein. Es stammt vom Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung, der 1954 von vielen Gemeinden der Region gegründet wurde, und vom Zweckverband Ammertal-Schönbuchgruppe. Damit in allen Teilen der Stadt jederzeit ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht, betreiben die Stadtwerke 15 Wasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von mehr als 31 Millionen Litern.

    Trinkwasser für Tübingen – aus dem Bodensee und dem Neckartal

    Das Trinkwasser für Tübingen stammt zu mehr als drei Vierteln aus dem Bodensee und wird durch dicke Rohre bis in die Stadt geleitet. Das noch übrige Viertel gewinnen die Stadtwerke im Neckartal. Dieses Grundwasser wird mit Hilfe von zwei Pumpwerken, dem Pumpwerk Gehrnfeld und dem Pumpwerk Unteres Neckartal, an die Erdoberfläche gefördert und vor der Einspeisung in das Rohrleitungsnetz mit dem Wasser aus dem Bodensee gemischt. Diese Vermischung im Verhältnis 1:3 erfolgt im Mischbehälter auf dem Sand, der in den 1990er Jahren in Betrieb genommen wurde. In den Leitungen einiger Stadtteile fließt jedoch reines Bodenseewasser.

    Die meisten Bürgen und Firmen in Tübingen erhalten Mischwasser, das aus Bodenseewasser und dem Grundwasser aus dem Neckartal besteht. Ausgenommen sind lediglich die Ortsteile Pfrondorf, Herrlesberg, Unterjesingen, Hagelloch, Hirschau und Bühl. Die Bewohner von Pfrondorf und Herrlesberg bekommen reines Bodenseewasser, die Haushalte und Unternehmen in Unterjesingen, Hagelloch, Hirschau und Bühl werden von der Ammertal Schönbuchgruppe versorgt. Sie fördert im Ammertal und im Neckartal Grundwasser und mischt dieses zum Teil mit Bodenseewasser.

    Die Wasserhärte in Tübingen – abhängig vom Wohn- beziehungsweise Firmensitz

    Aufgrund der Tatsache, dass die Stadt Tübingen in mehrere Versorgungszonen unterteilt ist, unterscheidet sich die Wasserhärte in den einzelnen Stadtbezirken. In Berghof, Eichalde, Herrlesberg und Pfrondorf liegt sie bei 1,6 Millimol Calciumcarbonat pro Liter, in Hagelloch und in der Hochzone von Unterjesingen bei 2,2 mmol/l. Im Zentrum und in den Ortsteilen Derendingen, Kilchberg, Kreßbach, Lustnau, Weilheim, Bebenhausen, Bühl, Hirschau sowie in der Niederzone von Unterjesingen beträgt die Wasserhärte dagegen 2,4 mmol/l. Alle gemessenen Werte liegen jedoch im Härtebereich mittel, der bei 1,5 mmol/l beginnt und bei 2,5 mmol/l endet. Kurz zusammengefasst erhalten daher sämtliche Einwohner von Tübingen mittelhartes Wasser.

    Aufgrund seines Ursprungs ist das Leitungswasser für Tübingen schon vor der Aufbereitung von guter Qualität. Im Neckartal sickert es durch zahlreiche Kies- und Sandschichten, bevor es die Tiefe erreicht, aus der es die Stadtwerke nach oben pumpen. Diese Schichten wirken wie natürliche Filter und befreien das Wasser von Verunreinigungen aller Art. Die noch übrigen Rückstände werden bei der Aufbereitung entfernt.

    Fazit

    Eine mittlere Wasserhärte wie in Tübingen ist ideal, denn in mittelhartem Wasser sind genügend Mineralien wie Calcium und Magnesium enthalten. Sie sind für den menschlichen Organismus äußerst wichtig. Gleichzeitig ist ihr Gehalt nicht so hoch, dass sich an Geräten laufend Kalkablagerungen bilden. Bei einer mittleren Wasserhärte ist es daher nicht nötig, Kaffeemaschinen, Wasserkocher und andere Geräte ständig zu entkalken.

    Tübingen liegt in Baden-Württemberg südlich von Stuttgart und westlich von Reutlingen.