• Wasserversorgung und Wasserhärte in Troisdorf

    Durch Troisdorf, eine rechtsrheinische Stadt in Nordrhein-Westfalen mit knapp 75.000 Einwohnern, fließen die Sieg und ihr Nebenfluss, die Agger. Beide werden heute nicht mehr für die Trinkwassergewinnung genutzt. Im Stadtgebiet sind ein Hochbehälter aus dem Jahre 1903 und das Alte Pumpwerk von 1904 als Denkmäler ausgewiesen. Das Wasserwerk an der Agger nahm seine Arbeit im Jahre 1903 auf, wurde bereits 1915 erweitert und immer weiter modernisiert. Doch seit Anfang der 1990er-Jahre wurde der Betrieb komplett umgestellt. So ist seit damals das Wasserwerk Eschmar an der Siegaue für die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser zuständig. Entsprechend einheitlich ist die Wasserhärte im Stadtbereich.

    Troisdorf hat ausgezeichnetes Grundwasser

    Betrieben wird das Wasserwerk Eschmar, das im Südwesten der Stadt liegt, von der Stadtwerke Troisdorf GmbH, die es seit 1904 gibt. Es arbeitet mit zwei Brunnengalerien mit jeweils drei Brunnenanlagen und fördert das Grundwasser aus 20 bis 28 Metern Tiefe. Hier sammelt sich in Hohlräumen über einer wasserundurchlässigen Schicht das Grundwasser, das eine sehr lange Versickerungszeit hinter sich hat und durch die so erfolgte natürliche Reinigung von ungewöhnlich guter Qualität ist. Es muss nur von der für Armaturen und Leitungen aggressiven Kohlensäure befreit werden, die es von Natur aus besitzt. Weitere Aufbereitungen oder gar Chlorbeigaben sind seit 25 Jahren, bis auf eine seltene Ausnahme im Jahr 2017, nicht nötig.

    Die Stadtwerke fördern jeden Tag bis zu 1.200 Kubikmetern Grund- oder Rohwasser, das sind fast vier Millionen Kubikmeter jährlich. Nach der Behandlung wird es über das Leitungsnetz mit seinen rund 260 Kilometern Länge zu den etwa 15.000 Hausanschlüssen geleitet.

    Das Wasserwerk kann mit Gruppen und einer fachmännischen Führung in ein bis zwei Stunden besichtigt werden. Auch das unter dem Sportbad Aggua befindliche Blockheizkraftwerk, das neben dem Bad auch eine Schule in der Nachbarschaft mit Wasser versorgt, steht für Anfragen zur Besichtigung bereit.

    Gewässerschutz und Sicherheit

    Troisdorf kann auf die bundesweit erste Gewässerschutzkooperation zurückblicken. Bereits in den 80er-Jahren setzte man sich mit rund 70 Landwirten, der Kommune und der Landwirtschaftskammer Rheinland zusammen, um das Grundwasser und den Boden darüber zu schützen. Die Initiative nennt sich „Drunter und Drüber“ und entwickelte seit 1985 diverse Projekte, unter anderem wird durch eine sorgfältig durchgeführte Düngung der Nitratgehalt in Grenzen gehalten. Diverse Auszeichnungen und Preise stehen für den Erfolg der Initiative.

    Selbstverständlich wird das Wasser, das den strengen Vorgaben der deutschen Trinkwasserverordnung genügen muss, an mehreren Entnahmestellen das ganze Jahr über fortlaufend kontrolliert. Mehr als 1.000 Analysen jährlich sorgen dafür, dass sich die Troisdorfer Bürger zu jeder Zeit auf die Qualität ihres Trinkwassers verlassen können.

    Die Wasserhärte in Troisdorf

    Die Wasserhärte in Troisdorf ist als sehr weich einzuordnen. Das gefällt besonders den Teetrinkern, aber auch andere Menschen lieben den hervorragenden Geschmack des auffällig guten Troisdorfer Wassers. Bei dieser Wasserhärte können Wasch- und Reinigungsmittel sparsam dosiert werden; dazu werden am besten die Angaben der Hersteller auf den Verpackungen beachtet. Außerdem verursacht ein sehr weiches Trinkwasser keine Kalkausfälle in den elektrischen Geräten; diese müssen also nicht regelmäßig entkalkt werden.

    Bonn liegt in Nordrhein-Westfalen zwischen Bonn im Süden und Köln im Nordwesten.

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