• Wasserversorgung und Wasserhärte in Trier

    Die Wasserhärte in Trier – durch die verschiedenen Quellen leicht schwankend

    In der Stadt Trier beliefern die Stadtwerke Trier sämtliche Firmen und Haushalte mit sauberem Trinkwasser. Sie sind auch für die nahegelegenen Gemeinden Korlingen, Gutweiler und Sommerau zuständig. Insgesamt benötigen sie daher rund zehn Millionen Kubikmeter pro Jahr.

    Trinkwasser für Trier – aus Brunnen und der Riveristalsperre

    Die Stadtwerke Trier gewinnen Wasser aus Brunnen im Kylltal und aus der Riveristalsperre. Im Kylltal befinden sich 24 Brunnen mit einer Tiefe von 50 bis 150 Metern. Sie gehören offiziell dem Zweckverband Wasserwerk Kylltal, der von der Stadt Trier und der Verbandsgemeinde Schweich gegründet wurde. Dieses Wasser wird im Wasserwerk des Zweckverbands Kylltal in großen Filterbecken gereinigt.

    In der Riveristalsperre sammelt sich das Wasser aus dem umliegenden Trinkwasserschutzgebiet. Sie hat ein Fassungsvermögen von rund 4,5 Millionen Kubikmetern. An dieser Talsperre nutzen die Stadtwerke Trier einen Entnahmearm, der sich in der Höhe verstellen lässt. Auf diese Weise können sie auf Veränderungen reagieren und das Wasser stets aus der Tiefe mit der besten Qualität fördern. Die Aufbereitung des Wassers aus der Riveristalsperre erfolgt im Wasserwerk Irsch. Dort wird es zunächst von Schmutz und anderen unerwünschten Substanzen befreit, bevor es die zweite Filterstufe durchströmt. In ihr wird unter anderem das Mangan aus dem Wasser gelöst und der pH-Wert angehoben. Der letzte Schritt ist die Desinfizierung durch eine UV-Bestrahlung.

    Das Wasserwerk des Zweckverbands Kylltal und das Wasserwerk Irsch haben zusammengerechnet eine Kapazität von 60.000 Kubikmetern pro Tag. Dieses Wasser wird mit Hilfe von 23 Pumpwerken in das Versorgungsnetz eingespeist. Es hat eine Gesamtlänge von rund 460 Kilometern. Als Zwischenspeicher dienen 22 Behälter mit einem Fassungsvermögen von circa 33.000 Kubikmetern.

    Die Wasserhärte in Trier – abhängig von der Zusammenstellung des Wassers

    Weil das Trinkwasser für Trier aus verschiedenen Quellen stammt, kommt es in dieser Stadt zu Schwankungen bei der Wasserhärte. Das im Wasserwerk Irsch aufbereitete Wasser aus der Talsperre hat einen Calciumcarbonatgehalt von 1,2 bis 1,4 Millimol pro Liter und ist daher weich. Das Wasser aus den Brunnen im Kylltal ist dagegen etwas härter. Darüber hinaus gibt es im Hinblick auf die Wasserhärte Unterschiede zwischen den einzelnen Brunnen. Dadurch liefert das Wasserwerk des Zweckverbands Kylltal Trinkwasser mit einer Wasserhärte zwischen 1 und 2,1 Millimol pro Liter. Mit diesen Werten liegt es im Härtebereich weich bis mittel.

    Laut der Trinkwasserverordnung wird Leitungswasser in die Härtebereiche weich, mittel und hart eingestuft. Bei weichem Wasser liegt der Calciumcarbonatgehalt unter 1,5 mmol/l, bei mittelhartem Wasser zwischen 1,5 und 2,5 mmol/l und bei hartem Wasser über 2,5 mmol/l.

    Fazit

    In Trier erhalten alle Bürger und Firmen hochwertiges Trinkwasser mit einer niedrigen bis mittleren Wasserhärte. Es verursacht nur geringe Kalkablagerungen an Geräten, die in Gebieten mit hartem Wasser regelmäßig entfernt werden müssen, um Schäden an den Geräten zu verhindern. Eine niedrige bis mittlere Wasserhärte bietet außerdem Einsparpotential bei der Verwendung von Waschpulver und anderen Reinigern. Sie entfalten in weichem Wasser schon bei einer niedrigen Dosierung ihre volle Wirkung.

    Trier liegt an der Luxemburgischen Grenze, nördlich von Saarbrücken und südlich von Bitburg.