• Wasserhärte in Suhl

    Seit 1993 kümmert sich der Zweckverband Wasser und Abwasser Suhl um das Trinkwasser in Suhl. Dieser verteilt überwiegend Fernwasser aus der Talsperre Schönbrunn. Warum das so ist und ob es sich auf die Wasserhärte in Suhl auswirkt, erfahren Sie hier. Der Zweckverband Wasser und Abwasser Suhl (ZWAS) versorgt derzeit rund 68.000 Einwohner in 19 Kommunen mit frischem Trinkwasser. Der Anschlussgrad liegt bei fast 100 Prozent. Das Versorgungsgebiet erstreckt sich über eine Fläche von circa 430 Quadratkilometern. Das Leitungsnetz hat eine Gesamtlänge von etwa 950 Kilometern. Da das Grundwasser in dieser Region durch geologische und Umwelteinflüsse sehr sauer ist, muss es mithilfe von Entsäuerungsanlagen kostspielig aufbereitet werden. Landstriche mit besonders niedrigen pH-Werten erhalten daher verstärkt Fernwasser aus der Talsperre Schönbrunn, das eine deutlich kostengünstigere Alternative darstellt.

    Modernste Technologie gewährleistet hohe Trinkwasserqualität

    Etwa 20 Prozent des vom ZWAS bereitgestellten Trinkwassers stammen aus Eigengewinnung (81 Quellen, 2 Tiefbrunnen). Bei den übrigen 80 Prozent handelt es sich um Talsperrenwasser, das vom Fernwasserzweckverband Südthüringen geliefert wird. Die zur Trinkwassergewinnung genutzte Talsperre Schönbrunn befindet sich in der Gemeinde Schleusengrund im südlichen Thüringer Wald. Ihr Einzugsgebiet umfasst eine Fläche von 30,2 Quadratkilometern. Gespeist wird die Stauanlage von den größeren Zuflüssen Schleuse, Gabel, Tanne und Tränkbach sowie von zahlreichen kleineren Fließgewässern wie dem Eselsbach, dem Haschbach, dem Märtersbach und dem Schulbach. Das Rohwasser wird über einen Entnahmeturm gewonnen, der nach der Gleitbautechnologie ausgeführt ist und eine Gesamthöhe von 76 Metern hat. Der Turm verfügt über acht Rohwassereinläufe in unterschiedlicher Höhe, sodass immer die jeweils qualitativ beste Wasserschicht angezapft werden kann. Damit die Wasserqualität in Suhl und allen anderen mit dem Talsperrenwasser versorgten Orten stimmt, wird das Rohwasser in der mit modernster Technologie ausgestatteten TWA Schönbrunn in mehreren Arbeitsschritten aufbereitet. Hierbei kommen Stoffe wie Kohlendioxid, Kalkwasser, Kaliumpermanganat, Flockungsmittel und, bei Bedarf, Aktivkohle zur Anwendung. Eine abschließende Desinfektion mit Chlordioxid stellt die biologische Stabilität während des Transportes sicher.

    Geringe Wasserhärte schont Haushaltsgeräte und Umwelt

    Beim Leitungswasser für Suhl handelt es sich überwiegend um weiches Talsperrenwasser mit einer Härte von 4,3 °dH. Der Ortsteil Goldlauter-Heidersbach wird über örtliche Grundwasservorkommen versorgt. Hier entspricht die Wasserhärte mit 3,1 °dH ebenfalls dem Härtebereich „weich“. In Suhl – Nord fließt Mischwasser aus der Leitung, dessen Härte gleichfalls in diesem Bereich einzuordnen ist. Durch die geringe Wasserhärte in Suhl besteht keine Verkalkungsgefahr für Wasch- und Spülmaschinen. Auch Fliesen, Duschwände und Armaturen bleiben frei von hässlichen Flecken und Ablagerungen. Entkalker sind somit ebenso wenig erforderlich wie private Enthärtungsanlagen. Das weiche Leitungswasser in Suhl kommt außerdem der Umwelt zugute, da deutlich kleinere Mengen an Reinigungsmitteln benötigt werden als bei hartem Wasser.

    Fazit

    Ein Kalkproblem gibt es dank der geringen Wasserhärte in Suhl nicht. Wasch- und Spülmaschinen bleiben frei von Ablagerungen. Kalkbedingte Effizienzeinbußen und Schäden sind somit nicht zu befürchten. Suhl ist eine Stadt in Thüringen und befindet sich ca. 31 Kilometer südwestlich von Ilmenau und ca. 69 Kilometer südlich von Erfurt.