• Wasserhärte in Sonneberg

    Das Trinkwasser für Sonneberg wird über acht Tiefbrunnen gewonnen und in der Trinkwasseraufbereitungsanlage Rottmar aufbereitet. Obwohl es sich beim Rohwasser um Grundwasser aus tieferen Schichten handelt, ist die Wasserhärte in Sonneberg gering. Zuständig für die Wasserversorgung in der Spielzeugstadt ist der 1993 gegründete Wasser- und Abwasserzweckverband Sonneberg. Zu dessen Verbandsgebiet gehören sieben Gemeinden mit insgesamt rund 49.000 Einwohnern. Die Wassergewinnung erfolgt über zehn Quellen mit einer Gesamtkapazität von 262 Kubikmetern pro Tag und 17 Tiefbrunnen, die täglich 13.365 Kubikmeter Rohwasser zutage fördern. Darüber hinaus verfügt der Zweckverband über zwei Notversorgungsbrunnen, die in betriebsbereitem Zustand gehalten werden, um sie im Notfall kurzfristig wieder ans Netz nehmen zu können.

    Weg des Wassers von der Aufbereitung bis zu den Kunden

    Nach der Aufbereitung wird das Wasser über ein rund 620 Kilometer langes Netz zu den Verbrauchern weitergeleitet. Um eine kontinuierliche Versorgung auch in Spitzenzeiten sicherstellen zu können, wird es in zehn Hochbehältern mit einem Gesamtfassungsvermögen von 12.400 Litern zwischengespeichert. Für das Trinkwasser in Sonneberg stehen hierfür der Hochbehälter Eichberg mit einem Volumen von 5.200 Litern und der Hochbehälter 801 mit einem Fassungsvermögen von 1.800 Litern zur Verfügung. 62 über das gesamte Versorgungsgebiet verteilte Pumpwerke mit einer theoretischen gleichzeitigen Förderleistung von 2.350 Kubikmetern in der Stunde stellen einen gleichbleibend hohen Wasserdruck in allen Höhenlagen sicher. Die größte Pumpe bewältigt stündlich 200 Kubikmeter. Die größte Förderhöhe beträgt 175 Meter. Rund um die Uhr werden die kompletten Wasserversorgungsanlagen über ein Prozessleitsystem überwacht. Das ermöglicht es, Betriebsstörungen schnell zu erkennen und mehrheitlich rasch zu beheben, bevor die Kunden etwas davon merken.

    Regelmäßige Analysen stellen hohe Trinkwasserqualität sicher

    Um eine hohe Wasserqualität in Sonneberg und den anderen Verbandsgemeinden zu gewährleisten, unterliegt das Trinkwasser einer strengen Überwachung. In jährlich rund 400 Kontrollen muss der Zweckverband nachweisen, dass das kostbare Nass alle Anforderungen der Trinkwasserverordnung erfüllt. Die Überprüfung erfolgt durch ein eigens damit beauftragtes Labor, aber auch durch das Gesundheitsamt des Landratsamtes Sonneberg. Die durchschnittlichen Analysewerte liegen weit unterhalb der zulässigen Grenzwerte. Auch der Nitratwert bewegt sich mit rund 8,3 Milligramm pro Liter deutlich unter dem maximal erlaubten Höchstwert.

    Geringe Wasserhärte schont die Umwelt

    Das Leitungswasser in Sonneberg entspricht mit 8,1 °dH dem Härtebereich „weich“ des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes. Das bedeutet, dass Wasch- und Spülmittel sparsam dosiert werden können und keine zusätzlichen Wasserenthärter erforderlich sind. Dadurch kommt die niedrige Wasserhärte der Umwelt zugute, da der Chemikalieneintrag in das Abwasser wesentlich geringer ausfällt als bei hartem Wasser. Auch Haushaltsgeräte profitieren von dieser Wasserhärte, da sich kaum Kalk in ihnen ablagert.

    Fazit

    Aufgrund der niedrigen Wasserhärte in Sonneberg sind keine speziellen Maßnahmen erforderlich, um Wasch- und Spülmaschinen vor Kalkablagerungen zu schützen. Eine Dosierung der benötigten Reinigungsmittel nach den Herstellervorgaben für weiches Wasser schont die Umwelt und den eigenen Geldbeutel. Sonneberg ist eine Stadt in Thüringen im Landkreis Sonneberg und befindet sich ca. 42 Kilometer nordwestlich von Kulmbach und ca. 62 Kilometer südöstlich von Suhl.