• Wasserhärte in Rudolstadt

    Rudolstadt wird vom Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung für Städte und Gemeinden des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt mit verschiedenen Wässern versorgt. Hierdurch fällt auch die Wasserhärte in Rudolstadt sehr unterschiedlich aus. Der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung für Städte und Gemeinden des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt (ZWA) fördert das Trinkwasser für Rudolstadt teilweise über eigene Quellfassungen und Tiefbrunnen, bezieht aber auch Kontingente von der Thüringer Fernwasserversorgung. Diese gewinnt das Rohwasser an der Talsperre Leibis-Lichte und bereitet es in der Trinkwasseraufbereitungsanlage Zeigerheim entsprechend der Vorgaben der Trinkwasserverordnung auf. Hierbei kommen verschiedene Aufbereitungsstoffe zur Anwendung.

    Entwicklung der Wasserversorgung in Rudolstadt

    Die erste einheitliche Wasserversorgung wurde in Rudolstadt im Jahr 1886 eingerichtet. Bis 1964 war die Stadt dafür verantwortlich, dass jederzeit ausreichend frisches Trinkwasser in Rudolstadt verfügbar war. Das änderte sich 1965. Zum ersten Januar dieses Jahres hatte der Ministerrat der DDR die Gründung Volkseigener Betriebe (VEB) beschlossen, denen die Durchführung der Wasserver- und Abwasserentsorgung anvertraut wurde. Rudolstadt gehörte ab diesem Zeitpunkt zum VEB Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Gera, Betriebsbereich Saalfeld. Ab 1986 wurden die Wasserversorgung und die Wasserqualität in Rudolstadt vom neu gegründeten VEB WAB, Versorgungsbereich Saalfeld, sichergestellt. Dieser wurde nach der Wende in eine GmbH übergeleitet, die bis Ende 1992 tätig war. Ab 1993 nahm der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung für Städte und Gemeinden des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt seine Arbeit auf, der bis heute das Leitungswasser für Rudolstadt liefert.

    Unterschiedliche Härtegrade erfordern unterschiedliche Wasch- und Spülmitteldosierung

    Je nachdem, ob am eigenen Anschluss reines Talsperren-, Quell- oder Brunnenwasser vorliegt oder ob eine Mischung aus Fern- und Eigenwasser aus der Leitung fließt, kann die Wasserhärte in Rudolstadt zwischen 5 °dH und 28 °dH liegen. Der erste Wert entspricht dem Härtebereich „weich“, der zweite dem Härtebereich „hart“. Wer Haushaltsgeräte optimal einstellen und Spül- und Waschmittel möglichst sparsam und umweltfreundlich dosieren möchte, sollte genauere Informationen beim ZWA einholen. In Haushalten mit weichem Wasser besteht keine Verkalkungsgefahr für Wasch- und Spülmaschinen. Da Wasch- und Spülmittel bei niedriger Härte ihre Reinigungskraft voll entfalten, reichen deutlich geringere Mengen als bei hartem Wasser. Ist die Wasserhärte hoch, kann vor allem bei hohen Temperaturen vermehrt Kalk ausfallen, der sich in Haushaltsgeräten ablagert und gegebenenfalls zu Effizienzeinbußen und Schäden führt. Vermeiden lassen sich die Kalkablagerungen, indem die benötigten Reinigungsmittel gemäß der Herstellervorgaben für hartes Wasser dosiert werden. Bei heißen Waschgängen empfiehlt sich außerdem ein zusätzlicher Wasserenthärter. Sollte sich Kalk in Wasserkochern oder Kaffeemaschinen ablagern, lässt dieser sich relativ einfach mit Essig- oder Zitronensäure beseitigen. Auch Kalk auf Fliesen, an Duschwänden und an Armaturen verschwindet damit ohne großen Aufwand.

    Fazit

    Aufgrund der verschiedenen Wasserhärten in Rudolstadt ist auch die Verkalkungsgefahr für Haushaltsgeräte unterschiedlich hoch. Das Wissen um die Wasserhärte am eigenen Anschluss hilft dabei, Wasch- und Spülmaschinen ausreichend zu schützen, ohne die Umwelt übermäßig zu belasten. Rudolstadt ist eine Stadt in Thüringen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und befindet sich ca. 61 Kilometer südöstlich von Erfurt und ca. 41 Kilometer südwestlich von Jena.