• Wasserversorgung und Wasserhärte in Rheine

    Rheine, geteilt durch den Fluss Ems, ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen mit über 75.000 Einwohnern. Drei Wasserwerke sowie eine Wassergewinnungsanlage sorgen für den Trinkwasserbedarf von rund 97.000 Menschen in Rheine, Neuenkirchen und Wettringen. Bei der Wassergewinnung wird auf natürliche Ressourcen gesetzt.

    Rheine besitzt mehrere Wasserquellen

    Jeder Einwohner in Rheine verbraucht im Schnitt täglich 129 Liter Trinkwasser, das liegt knapp unter dem bundesweiten Durchschnitt von 132 Litern. Insgesamt liefern die drei Wasserwerke in Neuenkirchen, St. Arnold und am Hemelter Bach sowie die Wassergewinnung in Haddorf jeden Tag rund 12.500 Kubikmeter Wasser zu den Haushalten. Das summiert sich auf die beeindruckende Zahl von über viereinhalb Millionen Kubikmetern pro Jahr.

    Ein Teil des Trinkwassers stammt aus dem Hemelter Bach. Diesen Namen führt der Fluss, der ein rechter Nebenfluss der Ems ist und seinen Namen von der Quelle bis zur Mündung mehrmals wechselt, nur im Gebiet von Rheine. Das zugehörige Wasserwerk steht ebenfalls rechts der Ems in einem Wasserschutzgebiet östlich des Flughafens Eschendorf. Auch im Raum des Wasserwerks Haddorf gibt es ein Trinkwasserschutzgebiet. Solche Gebiete schützen das Rohwasser vor Verunreinigungen, denn in den Gebieten gelten strenge Vorschriften bezüglich der allgemeinen Nutzung und der Tätigkeiten, die dort ausgeführt werden dürfen (oder eben ganz verboten sind).

    Zahlreiche Aufbereitungsstoffe für erstklassiges Trinkwasser

    Das Wasser wird, wie es in den meisten Fällen der Trinkwassergewinnung geschieht, unter anderem gereinigt und von Eisen und Mangan befreit. Als Aufbereitungsstoffe setzen die Wasserwerke der Energie- und Wasserversorgung Rheine GmbH, die für das Trinkwasser verantwortlich ist, folgende Stoffe ein: Quarzsand und Quarzkies, Anthrazit, Kalziumkarbonat, Aktivkohle, Polyaluminiumhydroxidchlorid sowie als Schutz, falls Bedarf besteht, Natriumhypochlorit. Die Stoffe müssen strenge DIN-Normen erfüllen, denn Trinkwasser ist in Deutschland das wohl am besten kontrollierte Lebensmittel. Es muss überall garantiert sein, dass es in bester Qualität beim Verbraucher ankommt.

    Ab dem Hausanschluss ist allerdings der Hauseigentümer beziehungsweise Vermieter für die Qualität des Wassers zuständig. Von Zeit zu Zeit müssen daher am besten Proben des Leitungswassers entnommen und im Zweifelsfall die Rohre der Häuser saniert oder ersetzt werden, damit Legionellen und Keime keine Chance haben.

    Die Wasserhärte in Rheine

    Die Wasserhärte in Rheine bewegt sich auf der linken Ems-Seite im Bereich mittel, bei dem Wasser aus dem Hemelter Bach, mit dem Rheine rechts der Ems versorgt wird, handelt es sich um hartes Trinkwasser. Es ist also ratsam, die Angaben der Hersteller von Wasch- und Reinigungsmitteln bei der Dosierung zu beachten. Auch müssen in den Stadtteilen mit hartem Wasser die elektrischen Geräte öfter entkalkt werden als in den Gebieten mit einer mittleren Wasserhärte. Gesundheitlich sind beide Wasserarten vollkommen unbedenklich. Es gilt sogar eher im Gegenteil, dass Kalzium und Magnesium, die hauptsächlich den Härtegrad des Wassers bestimmen, der Gesundheit eher förderlich sind, da der Körper diese Mineralstoffe braucht und daher hervorragend damit umgehen kann.

    Rheine liegt in Westfalen nördlich von Münster und westlich von Osnabrück.

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