• Wasserversorgung und Wasserhärte in Reutlingen

    Die Wasserhärte in Reutlingen – mittel oder hoch

    In Reutlingen ist die FairEnergie für die Trinkwasserversorgung zuständig. Sie entstand im Jahr 2000 aus den Stadtwerken Reutlingen, die mit einem Anteil von 75,1 Prozent bis heute Mehrheitsgesellschafter sind. Die übrigen 24,9 Prozent hält die EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH. Die FairEnergie bietet auch Strom und Erdgas. In diesen Bereichen beteiligt sie sich aktiv an der Entwicklung innovativer Methoden der Energiegewinnung.

    Trinkwasser für Reutlingen – aus eigenen Quellen und dem Bodensee

    Das Trinkwasser für die Bürger und Unternehmen in Reutlingen stammt zu etwa einem Drittel aus eigenen Quellen. Sie befinden sich im Oberen Echaztal und werden auch von den Versorgern in Pfullingen und Lichtenstein genutzt. Um Kosten zu sparen, betreiben diese drei Gemeinden in Lichtenstein-Honau eine gemeinsame Aufbereitungsanlage. Dort wird das Wasser von unerwünschten Inhaltsstoffen befreit und mit Hilfe einer UV-Anlage desinfiziert. Um den vor der Aufbereitung natürlichen Phosphatgehalt wiederherzustellen, versetzt man es außerdem mit einem Ortho- und Polyphosphatgemisch. Ebenfalls in einer UV-Anlage wird das Wasser aus dem Brunnen Brühl und das Trinkwasser der Wiesaz-Wasserversorgung desinfiziert.

    Die anderen beiden Drittel, die für die Versorgung der gesamten Stadt erforderlich sind, bezieht die FairEnergie vom Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung (ZVBWV). Bei diesem Wasser erfolgt die Aufbereitung durch Ozon, Eisenchlorid und Chlor.

    Die Stadt Reutlingen – in zahlreiche Wasserversorgungszonen unterteilt

    Im Hinblick auf die Wasserversorgung ist die Stadt Reutlingen in mehrere Zonen eingeteilt. Das aus den eigenen Quellen stammende Wasser erhalten die Bewohner der Innenstadt und des Stadtteils Georgenberg. Die Bezirke Achalm, Betzingen, Markwasen-Berggasse und Scheibengipfel inklusive Königsträßle, Orschel-Hagen und Sondelfingen bekommen dagegen aufbereitetes Wasser aus dem Bodensee. Ebenfalls um Bodenseewasser handelt es sich beim Leitungswasser für den Norden von Reutlingen. Zu diesem Versorgungsgebiet, das über den Wasserturm bei Degerschlacht beliefert wird, gehören Altenburg, Degerschlacht, Oferdingen, Reicheneck, Rommelsbach, Sickenhausen sowie die Hochzone Mittelstadt. Vom Wasserturm bei Degerschlacht erfolgt außerdem die Versorgung der Gemeinden Kirchentellinsfurt und Wannweil. Der Stadtbezirk Gönningen ist hinsichtlich der Trinkwasserversorgung geteilt, denn einige Bereiche erhalten Bodenseewasser, andere Wasser aus dem Brunnen Brühl. Ausschließlich Bodenwasser fließt dagegen im Stadtbezirk Ohmenhausen, der über den Wasserspeicher beim Hofgut Alteburg versorgt wird. Eine weitere Besonderheit ist der Bezirk Bronnweiler, für den die Wiesaz-Wasserversorgung zuständig ist.

    Die Wasserhärte in Reutlingen – abhängig vom Ursprung des Wassers

    Durch die vielen Zonen, die mit Trinkwasser aus unterschiedlichen Quellen beliefert werden, lassen sich zur Wasserhärte in Reutlingen keine für alle Verbraucher gültigen Angaben machen. Auf der Homepage von FairEnergie besteht deshalb die Möglichkeit, durch die Eingabe der Straße die exakte Wasserhärte am Wohn- beziehungsweise Firmensitz abzufragen. Ganz allgemein lässt sich jedoch sagen, dass das Bodenseewasser eine mittlere Wasserhärte hat, während das Quellwasser aus den eigenen Brunnen hart ist.

    Fazit

    In Reutlingen ist die Wasserhärte mittel bis hoch. Das Leitungswasser ist durch den hohen Anteil Calcium und Magnesium daher zwar gesund, lässt jedoch schnell Kalkablagerungen entstehen. Eine relativ hohe Wasserhärte macht außerdem eine höhere Dosierung von Reinigungsmitteln erforderlich.

    Reutlingen liegt in Baden-Württemberg südlich von Stuttgart und westlich von Ulm.

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