• Wasserversorgung und Wasserhärte in Remscheid

    Die Wasserhärte in Remscheid – weiches Wasser aus der Talsperre

    In der Stadt Remscheid sorgt die EWR GmbH für sauberes Trinkwasser. Sie nutzt ausschließlich Oberflächenwasser aus den Talsperren. Es stammt zum größten Teil aus der Großen Dhünntalsperre und hat dadurch eine niedrige Wasserhärte. Die EWR ist ein Unternehmen des Stadtwerke Remscheid-Unternehmensverbundes. Sie beliefert die Einwohner und Unternehmen der Stadt nicht nur mit Trinkwasser, sondern auch mit Gas, Strom und Wärme.

    Trinkwasser für Remscheid – von der Großen Dhünntalsperre in die Hochbehälter und weiter zu den Verbrauchern

    Die in den Jahren von 1975 bis 1985 erbaute Große Dhünntalsperre ist das zweitgrößte Trinkwasserreservoir in ganz Deutschland. Sie fasst bis zu 81 Millionen Kubikmeter Wasser, sodass selbst in heißen und niederschlagsarmen Sommer ausreichend Rohwasser zur Verfügung steht. Es wird von der Fernwasserversorgung Große Dhünntalsperre aufbereitet und im Anschluss über die Pumpstation Aue zum Wasserbehälter Stadtpark geleitet. Er hat ein Fassungsvermögen von 10.000 Kubikmetern und dient als Zwischenspeicher. Von diesem Behälter fließt das Wasser in das Rohrleitungsnetz sowie in den Wasserbehälter Knusthöhe und den Wasserturm Hochstraße. Sie stellen die Versorgung der Haushalte und Firmen in der oberen Druckzone sicher.

    Die Wasserqualität und die Wasserhärte in Remscheid

    In die Große Dhünntalsperre strömt das Wasser mehrerer Flüsse, die zuvor Waldgebiete durchqueren. Sie stehen unter Schutz, daher ist das Leitungswasser für Remscheid schon vor der Aufbereitung von einer sehr guten Qualität. Bei der Entnahme von Proben wurden noch nie oberirdische Verunreinigungen festgestellt. Das Trinkwasser für Remscheid zeichnet sich außerdem durch einen niedrigen Calcium- und Magnesiumgehalt aus. Diese beiden Mineralien machen das Wasser hart und lassen an Geräten Kalkablagerungen entstehen. Davon betroffen sind vor allem Maschinen, in denen das Wasser erhitzt wird. Eine niedrige Wasserhärte hat darüber hinaus den Vorteil, dass Waschpulver und andere Reinigungsmittel niedriger dosiert werden können. Nicht zuletzt schätzen aber auch Kaffee- und Teetrinker eine geringe Wasserhärte. Durch sie kann sich das Aroma der Kaffeebohnen und Teeblätter optimal entfalten.

    Das Trinkwasser für Remscheid hat eine Wasserhärte von 1,0 Millimol Calciumcarbonat pro Liter. Dieser Wert entspricht 5,6 °dH. Die Angabe in Grad deutscher Härte wurde zwar europaweit durch mmol/l abgelöst, ist jedoch bis heute noch gebräuchlich. Nach ihr wird Trinkwasser mit einer Wasserhärte von weniger als 8,4 °dH als weich angesehen.

    Fazit

    In Remscheid können sich Privatpersonen und Unternehmen über eine niedrige Wasserhärte freuen. Sie ermöglicht eine geringere Dosierung von Reinigungsmitteln und reduziert dadurch die Kosten, die für alle Arten von Reinigungen anfallen. Ein weiterer Vorteil sind die geringeren Kalkablagerungen an Geräten, die letztendlich auch zu einem schnelleren Verschleiß führt. Von einer niedrigen Wasserhärte profitieren außerdem alle Betreiber von Cafés, denn mit weichem Wasser aufgebrühter Kaffee schmeckt einfach besser.

    Remscheid liegt in Nordrhein-Westfalen südlich von Wuppertal und östlich von Solingen.

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