• Wasserversorgung und Wasserhärte in Recklinghausen

    Die Wasserhärte in Recklinghausen – mittelhartes Wasser aus der Halterner Sande

    In Recklinghausen versorgt Gelsenwasser alle Einwohner und Firmen mit sauberem Trinkwasser. Dieses Unternehmen hat seinen Sitz in Gelsenkirchen und ist auch für viele andere Städte in der Region zuständig. Aus diesem Grund betreibt Gelsenwasser das Wasserwerk Haltern und bezieht weiteres Wasser von vier Wasserwerken, in denen je nach Standort Grundwasser oder Wasser aus Flüssen oder Seen aufbereitet wird. Sie befinden sich in Echthausen, Halingen, Witten und Essen und gehören den Wasserwerken Westfalen beziehungsweise der Wassergewinnung Essen.

    Trinkwasser für Recklinghausen – aus einem der größten Wasserwerke Europas

    Das Leitungswasser für Recklinghausen stammt vom Wasserwerk Haltern, das Gelsenwasser selbst betreibt. Dieses Werk wurde bereits 1908 in Betrieb genommen und nutzt Grundwasservorkommen, die zum Teil künstlich angereichert werden. Sie befinden sich in den Wasserschutzgebieten in Haltern, Hohe Mark in Haltern-West und Haard. Die künstliche Anreicherung erfolgt durch die Einleitung von Oberflächenwasser aus den Talsperren. Es fließt in eines der 26 Becken des Wasserwerks, wo es langsam bis in die Grundwasserzone versickert. Bei diesem Prozess wird es gleichzeitig von unerwünschten Inhaltsstoffen befreit, denn der Boden besteht aus Sand. Er wirkt wie ein Filter und brachte dem Gebiet seinen Namen Halterner Sande ein. Das Verhältnis zwischen reinem Grundwasser und angereichertem Grundwasser liegt bei etwa 30 zu 70 Prozent.

    Das Wasserwerk Haltern ist mittlerweile eines der größten in ganz Europa, denn es ist neben Recklinghausen für viele andere Gemeinden in der Region zuständig. Seine Kapazität liegt bei rund 100 Millionen Kubikmeter pro Jahr. Die Förderung des Grundwassers erfolgt durch mehr als 200 Brunnen, die das Grundwasser aus einer Tiefe von bis zu 165 Metern in die Aufbereitungsanlage fördern. Dort wird der Eisen- und Mangangehalt reduziert und bei Bedarf Chlor für die Desinfektion eingesetzt. Kreiselpumpen speisen das Trinkwasser schließlich in das Rohrleitungsnetz ein, an das sämtliche Haushalte und Firmen angeschlossen sind. Ein Teil fließt jedoch in Hochbehälter wie die beiden Wassertürme, die zwischen Recklinghausen und Herten stehen. Sie dienen als Zwischenspeicher zur Abdeckung von Verbrauchsspitzen und stellen damit jederzeit eine ausreichende Versorgung mit Trinkwasser sicher.

    Die Wasserhärte in Recklinghausen

    Das Leitungswasser in Recklinghausen hat einen Calcium- und Magnesiumgehalt von 2,14 Millimol pro Liter. Dieser Wert entspricht einer Wasserhärte von 12,0 °dH (Grad deutscher Härte), die vielen Menschen noch geläufiger ist als der seit 2007 geltende europäische Standard. Die Wasserhärte in Recklinghausen liegt damit im mittleren Bereich.

    Fazit

    Mit einer Wasserhärte von 12 °dH liegt das Leitungswasser in Recklinghausen genau in der Mitte des Härtebereichs mittel. Er beginnt bei 8,4 °dH und endet bei 14 °dH. Damit enthält das Trinkwasser in Recklinghausen ausreichend Kalzium und Magnesium, das für den menschlichen Organismus wichtig ist, und verursacht gleichzeitig nur geringe Verkalkungen an Geräten, die zusätzlichen Arbeitsaufwand bedeuten. Eine mittlere Wasserhärte ermöglicht außerdem einen sparsamen Gebrauch von Wasch- und Reinigungsmitteln. Sie müssen umso höher dosiert werden, je höher die Wasserhärte ist.

    Recklinghausen liegt im Ruhrpott zwischen Marl im Nordwesten und Castrop-Rauxel im Südosten.