• Wasserversorgung und Wasserhärte in Pforzheim

    Die Wasserhärte in Pforzheim – durch eine besondere Technik jetzt niedriger

    In der Stadt Pforzheim sorgen die Stadtwerke Pforzheim für eine ausreichende Versorgung mit Trinkwasser. Sie gewinnen Wasser aus Grundwasservorkommen und kaufen weiteres Trinkwasser hinzu. Auf diese Weise können sie den Gesamtbedarf sämtlicher Bürger und Firmen in Pforzheim decken. Die Stadtwerke Pforzheim stellen außerdem Strom, Erdgas und Fernwärme zur Verfügung und kümmern sich um den Breitbandausbau für schnelles Internet.

    Weicheres Wasser für Pforzheim – aus dem Wasserwerk Friedrichsberg

    Die Stadtwerke Pforzheim fördern Wasser aus Brunnen und Quellen in den Enzauen, im Grösseltal und im Nagoldtal. Es strömt zur Aufbereitung in das Wasserwerk Friedrichsberg, das im Juli 2018 modernisiert wurde und seitdem zu den innovativsten Trinkwasseraufbereitungsanlagen in Deutschland gehört. Im Wasserwerk Friedrichsberg wird das Wasser aus den Enzauen zunächst in einer Ultrafiltrationsanlage von Viren, Bakterien und Trübstoffen befreit. Im Anschluss senkt man die Wasserhärte durch die Entfernung von Magnesium, Calcium und Kalium. Aus Magnesium und Calcium entsteht bei einer Erhitzung des Wassers auf eine Temperatur von mehr als 60 °C leicht Kalk, der sich an Geräten wie Waschmaschinen sowie auf Fliesen und anderen Oberflächen absetzt. Der letzte Schritt ist die Vermischung mit Wasser aus anderen Brunnen und die Einleitung in das Wassernetz.

    Um die strengen Vorgaben der Trinkwasserverordnung zu erfüllen, werden laufend Proben entnommen und auf ihre Inhaltsstoffe untersucht. Diese Tests finden im Labor der Stadtwerke und beim Chemischen Institut Pforzheim statt. Ein stets ausreichender Vorrat an Trinkwasser ist durch zahlreiche Behälter gewährleistet, die als Zwischenspeicher dienen. Allein die Behälter im Wasserwerk Friedrichsberg fassen bis zu fünf Millionen Kubikmeter.

    Die Wasserhärte in Pforzheim

    Durch das besondere Aufbereitungsverfahren lässt sich die Wasserhärte in Pforzheim von ursprünglich 14 Grad deutscher Härte auf 9 °dH senken. Diese niedrigere Wasserhärte ermöglicht eine geringere Dosierung von Waschmitteln und schont dadurch die Umwelt. Ein weiterer positiver Effekt ist die Reduzierung von Kalkablagerungen, die bei Geräten wie Kaffeemaschinen zu einem schnelleren Verschleiß führen. Mit einem Wert von 9 °dH liegt die Wasserhärte in Pforzheim im mittleren Bereich und an der Grenze zu weichem Wasser. Als weich wird Leitungswasser mit einer Wasserhärte von weniger als 8,4 °dH eingestuft.

    Fazit

    In Pforzheim profitieren private Haushalte und Unternehmen von einem besonderen Verfahren, das die Wasserhärte des Leitungswassers senkt. Seit der Inbetriebnahme des modernisierten Wasserwerks dürfen sie Wasch- und Reinigungsmittel daher niedriger dosieren. Der geringere Gehalt an Calcium und Magnesium führt außerdem dazu, dass sie Geräte seltener entkalken müssen. Nicht zuletzt wird weiches Wasser von vielen Menschen aber auch als angenehmer empfunden als hartes Wasser.

    Pforzheim liegt in Baden-Württemberg zwischen Karlsruhe im Westen und Stuttgart im Osten.

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