• Wasserhärte in Nordhausen

    Das Trinkwasser für Nordhausen wird vom Wasserverband Nordhausen bereitgestellt. Dieser gewinnt das kostbare Nass über mehrere Brunnen und eine Talsperre. Die unterschiedliche Herkunft des Wassers wirkt sich auf die Wasserhärte in Nordhausen aus. Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts herrschten in Nordhausen in Sachen Trinkwasser technische und hygienische Verhältnisse wie im Mittelalter. Erst 1874 wurden das Stadtnetz aufgebaut und ein Hochbehälter in der Puschkinstraße errichtet. Dieser erhielt sein Wasser zunächst aus dem Quellgebiet Garthoffwiese bei Neustadt und dem Otto-Stollen im Ilfelder Tal. Im Jahr 1905 kam die Talsperre Neustadt als Wasserlieferant hinzu. Heute wird das Trinkwasser für Nordhausen und Umgebung über sechzehn Brunnen, eine Quelle und die 2001 generalinstandgesetzte Talsperre gewonnen.

    Neues Wasserwerk für höhere Wasserqualität in Nordhausen

    Seit 1931 wurde das Wasser aus der Talsperre Neustadt über drei Sand-Filter aufbereitet. Da abzusehen war, dass diese den immer schärferen gesetzlichen Vorgaben langfristig nicht mehr genügen würden, wurde der Bau eines neuen Wasserwerks notwendig. Dieses ging im Mai 2008 in Betrieb. Herzstück der Anlage sind superfeine Membran-Filter aus Teflon, in deren 0,02 Millionstel Meter feinen Poren selbst winzigste Partikel hängenbleiben. Die unzähligen einzelnen Filter-Stränge sind in vier Kassetten zusammengefasst. Die Gesamt-Filter-Fläche beträgt 6.400 Quadratmeter – mehr als anderthalb Fußballfelder. Das neue Wasserwerk gewährleistet nicht nur eine höhere Wasserqualität in Nordhausen, auch die Wasserhärte ist in den damit versorgten Bereichen nur noch etwa halb so hoch wie vorher. Das liegt daran, dass der Anteil des Talsperrenwassers am Leitungswasser für Nordhausen durch die bessere Reinigungsleistung steigen und der Anteil des härteren Grundwassers aus den Brunnen Bielen und Kurhaus sinken konnte.

    Sehr unterschiedliche Wasserhärten in Nordhausen

    Mischwasser aus dem Wasserwerk Nordhausen fließt in der Kernstadt Nordhausen sowie in den Stadtteilen Petersdorf, Rodishain, Steigerthal, Steinbrücken, Stempeda, Sundhausen, Buchholz und Leimbach aus der Leitung. Die Wasserhärte schwankt mit 12 bis 18 °dH zwischen dem oberen mittleren und dem unteren harten Härtebereich. Über weiches Wasser mit einer Härte von nur 5 °dH können sich die Einwohner von Hörningen freuen. Dieses stammt aus dem Brunnen Ellrich, über den auch die Orte Sophienhof, Limlingerode, Ilfeld und Ellrich versorgt werden. Deutlich härter ist das Wasser mit 18 °dH in den Ortsteilen Herreden und Hochstedt, das über den Brunnen Herreden gewonnen wird. Eine besonders hohe Wasserhärte liegt in Hesserode vor. Dieser Stadtteil bekommt sehr hartes Grundwasser mit 32 °dH aus dem Brunnen Kohnstein. Die darin enthaltenen Härtebildner können sich vermehrt in Form von Kalk in Haushaltsgeräten ablagern.

    Fazit

    Insbesondere die hohe Wasserhärte in Nordhausen Hesserode kann für Wasch- und Spülmaschinen zum Problem werden. Vermeiden lassen sich Kalkablagerungen durch die richtige Einstellung der Geräte und die Dosierung von Wasch- und Spülmitteln gemäß der Herstellervorgaben. Bei Waschtemperaturen von mehr als 60 °C empfiehlt sich außerdem ein zusätzlicher Wasserenthärter für die Waschmaschine. Nordhausen ist eine Stadt in Thüringen im Landkreis Nordhausen und befindet sich ca. 102 Kilometer nördlich von Erfurt und ca. 87 Kilometer östlich von Göttingen.