• Wasserhärte in Limbach-Oberfrohna

    Limbach-Oberfrohna gehört zum Verbandsgebiet des Regionalen Zweckverbandes Wasserversorgung Bereich Lugau-Glauchau. Dieser leitet aufbereitetes Talsperrenwasser in die Stadt, woraus eine niedrige Wasserhärte für Limbach- Oberfrohna resultiert. Um die Versorgung mit Trinkwasser für Limbach-Oberfrohna und die anderen Verbandsmitglieder sicherzustellen, betreibt der Regionale Zweckverband Wasserversorgung Bereich Lugau-Glauchau (RZV) 15 eigne Brunnen und Quellgebiete, sieben Wasseraufbereitungsanlagen, 80 Hochbehälter und Wassertürme, 48 Pumpwerke und Druckerhöhungsstationen sowie ein rund 1.700 Kilometer langes Wasserrohrnetz. Der Anschlussgrad liegt bei 99,7 Prozent. Bei einem Teil des verteilten Leitungswassers handelt es sich um Fremdwasser. So bezieht die Stadt Limbach-Oberfrohna ihr Wasser aus dem Wasserwerk Burkersdorf des Zweckverbandes Fernwasser Südsachsen.

    Aufwendige Trinkwasseraufbereitung stellt Wasserqualität sicher

    Das bei Kirchberg befindliche Wasserwerk Burkersdorf ist die größte Wasseraufbereitungsanlage des Zweckverbandes Fernwasser Südsachsen. Das Rohwasser für die Trinkwassergewinnung stammt aus der 1982 in Betrieb genommenen Talsperre Eibenstock. Von dieser aus führt ein 19,5 Kilometer langer Stollen in das Wasserwerk. Zum Schutz des Trinkwassers sind das Baden und andere Freizeitsportarten im und auf dem Stausee nicht gestattet. Zudem wurde im Jahr 2000 ein fast fünf Kilometer langer Stollen in Betrieb genommen, der die Abwässer der umliegenden Ortschaften um die Talsperre herum in die Kläranlage Wolfsgrün leitet. Um eine ausgezeichnete Wasserqualität für Limbach-Oberfrohna und alle weiteren Abnehmer zu erzielen, kommen im Wasserwerk verschiedene Aufbereitungsstoffe wie Polyaluminiumchlorid zur Flockung, Kalziumhydroxid und Natriumhydroxid zur Einstellung des pH-Wertes, Kohlenstoffdioxid zur Aufhärtung und Chlor bzw. Chlordioxid zur Desinfektion zum Einsatz. Bei Bedarf können außerdem Kaliumpermanganat zur Oxidation, mittelanionisches Polyelektrolyt als Flockungshilfe und Aktivkohle zur Adsorption beigefügt werden.

    Vorteile der geringen Wasserhärte in Limbach- Oberfrohna

    Da es sich bei Talsperrenwasser um reines Oberflächenwasser handelt, enthält es deutlich weniger Härtebildner als Grundwasser, dass sich auf seinem Weg durchs Erdreich mit zahlreichen Mineralien anreichert. Trotz Aufhärtung im Wasserwerk liegt die Wasserhärte in Limbach-Oberfrohna bei nur 3,6 bis 5,0 °dH. Das entspricht dem Härtebereich „weich“. Die niedrige Härte hat den Vorteil, dass die Gefahr für Kalkablagerungen in Haushaltsgeräten äußerst gering ist. Auf private Entkalkungsanlagen kann somit ebenso verzichtet werden wie auf Wasserenthärter für die Waschmaschine. Zudem können Wasch- und Spülmittel sehr sparsam dosiert werden, da sich ihre Reinigungskraft deutlich besser entfaltet als in hartem Wasser. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern entlastet auch den Geldbeutel. Auch viele Teeliebhaber schwören auf weiches Wasser, da damit zubereitete Heißgetränke intensivere Aromen entwickeln. Vor allem weiße und grüne Sorten sowie Darjeeling-Tees sollten mit weichem Wasser übergossen werden. Bei zu hoher Wasserhärte nimmt der Tee nicht nur rasch einen pelzigen Geschmack an, es kann sich auch ein feiner Oberflächenfilm aus Kalk bilden.

    Fazit

    Für das weiche Leitungswasser in Limbach-Oberfrohna bedarf es keiner speziellen Maßnahmen, um Wasch- und Spülmaschinen vor Kalkablagerungen zu schützen. Selbst Weichspüler sind bei der geringen Wasserhärte nicht zwingend erforderlich, da die Wäsche auch ohne flauschig wird. Limbach-Oberfrohna ist eine Stadt in Sachsen im Landkreis Zwickau und befindet sich ca. 15 Kilometer westlich von Chemnitz und ca. 73 Kilometer südlich von Leipzig.