• Wasserversorgung und Wasserhärte in Konstanz

    Konstanz am Bodensee hat sein Trinkwasser direkt vor der Haustür: Der Bodensee gehört in Europa nach dem Plattensee und dem Genfer See als drittgrößter See zu den wichtigsten Gewässern. Kein Wunder, dass sich im Raum Konstanz Menschen bereits seit rund 2.200 Jahren angesiedelt haben. Heute wohnen allein im Stadtgebiet Konstanz über 80.000 Einwohner.

    Der See besteht genau genommen aus dem kleinen westlichen Unter- und dem großen Obersee, die durch den Flussabschnitt Seerhein miteinander verbunden sind. Zu dem Obersee gehört auch der kleine Teil im Norden, der Überlingersee genannt wird. Von hier beziehen die Stadtwerke Konstanz das Rohwasser und bereiten daraus köstliches Trinkwasser für die Stadt Konstanz, die Inseln Mainau und Reichenau sowie für die Vororte von Konstanz. Das Bodenseewasser weist eine gleichbleibende Wasserhärte auf.

    Konstanz und der Bodensee

    286 Kilometer sind die Rohrleitungen insgesamt lang. Sie sorgen mit ihrer netzartigen Struktur dafür, dass die rund 11.000 Hausanschlüsse mit reinem Trinkwasser beliefert werden: rund um die Uhr und mit gleichbleibendem Druck. Um mögliche Engpässe auf beiden Seiten der Grenze zu vermeiden, gibt es außerdem ein Notwassersystem mit der schweizerischen Nachbargemeinde Kreuzlingen.

    Das Wasser wird wie erwähnt aus dem Überlingersee emporgeholt. Die Behälter dafür stehen etwa 700 Meter vom Ufer entfernt in rund 40 Meter Tiefe. Feinste Siebe sorgen dafür, dass nur Wasser eindringen kann, aber keine größeren Schwebstoffe. Dann wird das Rohwasser in das Wasserwerk Konstanz-Staad gepumpt und hier aufbereitet. Bis zu 50 Millionen Liter täglich können bereitgestellt werden, aber bisher lag der Höchstverbrauch der Einwohner selbst an heißen Tagen nur bei etwa 28 Millionen Liter.

    Hervorragendes Rohwasser

    Es ist lediglich ein geringer Aufwand nötig, um einwandfreies Trinkwasser herzustellen, denn das Bodenseewasser ist bereits im Rohzustand von ausgezeichneter Qualität. So werden tierisches und pflanzliches Plankton herausgefiltert und reines Ozon zugegeben, um das Wasser zu desinfizieren. Eine Sandschnellfilteranlage hält weitere Feststoffe zurück. In geringen Mengen wird dem Wasser Eisenchlorid zugesetzt, denn dieser Stoff ist nicht mehr vorhanden. Und zum Schutz vor einer erneuten Verkeimung auf den teilweise längeren Wegen wird etwas Chlordioxid eingefüllt.

    Drei amtliche Hauptuntersuchungen sowie rund 1.800 Analysen pro Jahr stellen die hohe Qualität des Trinkwassers für Konstanz sicher. Das Wasser kann bedenkenlos getrunken und für Säuglingsnahrung verwendet werden. Dem Leitungssystem sind auch diverse Trinkbrunnen in der Stadt angeschlossen, so direkt am Wasserwerk und an der Fähre in Staad, am Sea Life Center, auf der Marktstätte und auf dem Augustinerplatz.

    Mittlere Wasserhärte

    Die Wasserhärte bewegt sich mit neun Grad deutscher Härte im Bereich mittel. Heute wird die Wasserhärte in Millimol Kalziumkarbonat je Liter gemessen, in Konstanz beträgt der Wert 1,60. Die Dosierung der Reinigungs- und Waschmittel sollte nach den Angaben der Hersteller erfolgen. Diese Daten finden sich in der Regel auf den Verpackungen.

    Die Stadtwerke Konstanz bieten Gruppenführungen und Besichtigungen des Wasserwerks an. Interessierte können mögliche Termine sowie weitere Daten zur Wasseranalyse direkt bei den Mitarbeitern erfragen beziehungsweise die Daten auf der Homepage finden.

    Konstanz liegt an der Deutsch-Schweizerischen Grenze westlich von Friedrichshafen und Ravensburg.