• Wasserhärte und Wasserversorgung in Koblenz

    Die Wasserhärte in Koblenz – an der Grenze zu hartem Wasser

    In Koblenz ist die bereits 1928 gegründete Energieversorgung Mittelrhein AG (evm) für die Trinkwasserversorgung zuständig. Sie beliefert auch viele andere Gemeinden und betreibt deshalb insgesamt sieben Anlagen, in denen sie Rohwasser zu Trinkwasser aufbereitet. Die Belieferung der Privathaushalte und Firmen in Koblenz erfolgt über ihr Tochterunternehmen, die Vereinigten Wasserwerke Mittelrhein GmbH (VWM). Deren Versorgungsgebiet umfasst neben Koblenz die Stadt Lahnstein und die Verbandsgemeinde Vallendar. In diesen drei Gebieten leben rund 141.000 Menschen.

    Trinkwasser für Koblenz – qualitativ hochwertiges Uferfiltrat aus dem Rhein

    Direkt in Koblenz befindet sich das Wasserwerk Oberwerth, das bereits in den Jahren 1885 und 1886 erbaut wurde. Die erste Modernisierung fand Anfang der 1960er Jahre, die zweite in den 1980er Jahren statt. Im Wasserwerk Oberwerth wird das Uferfiltrat aus dem Rhein aufbereitet. Es ist jedoch schon von guter Qualität, sodass keine aufwändigen Behandlungen erforderlich sind. Im Wasserwerk Oberwerth werden deshalb nur einige technisch störende Inhaltsstoffe entfernt.

    Neben ihren sieben Aufbereitungsanlagen betreibt die evm 47 Pumpwerke, die für einen ausreichenden Druck sorgen und dadurch sicherstellen, dass auch die höher gelegenen Gebiete optimal versorgt werden. Sie besitzt außerdem 65 Hochbehälter, die als Zwischenspeicher dienen und zusammengerechnet ein Fassungsvermögen von rund 55.000 Kubikmetern Wasser haben. Durch diese Zwischenspeicherung steht selbst in Zeiten mit extrem hohem Verbrauch genügend Trinkwasser zur Verfügung. Die Hochbehälter stellen darüber hinaus in einem Notfall wie zum Beispiel bei einem Ausfall eines Wasserwerks die Versorgung sicher. Das gesamte Rohrleitungsnetz der evm hat eine Länge von mehr als 1435 Kilometern.

    Die Wasserhärte in Koblenz

    In Koblenz erhalten die Verbraucher Leitungswasser mit einer mittleren bis mittelhohen Wasserhärte. Sie liegt in den Gebieten mit den Postleitzahlen 56068 und 56073 bei 2,18 Millimol pro Liter und in den Bezirken mit den Postleitzahlen 56070, 56072, 56075, 56076 und 56077 bei 2,5 Millimol pro Liter. Weitere Informationen über die Qualität des Wassers und seine Inhaltsstoffe stellt die evm über die Anwendung TWIST-Online des Umweltministeriums von Rheinland-Pfalz zur Verfügung.

    0,1783 Millimol pro Liter entsprechen einem Grad deutscher Härte (1 °dH). Diese Einheit für die Wasserhärte wird auch heute noch genutzt und ist vielen Verbrauchern daher noch geläufig. 2,18 mmol/l sind umgerechnet etwa 12,2 Grad deutscher Härte, 2,5 mmol/l rund 14 Grad deutscher Härte. Ab einem Wert von 14 °dH wird das Wasser in Deutschland als hart eingestuft. In einigen Bezirken in Koblenz liegt die Wasserhärte daher an der Grenze von mittelhartem zu hartem Wasser.

    Fazit

    Die Wasserhärte in Koblenz liegt im oberen Bereich des Härtegrads mittel. In dieser Stadt enthält das Leitungswasser daher relativ viel Calcium und Magnesium. Beide Mineralien sind für den Organismus wichtig, deshalb ist das Koblenzer Wasser gesund. Bei hohen Temperaturen bilden sie allerdings unlösbare Verbindungen, die als Kalkablagerungen sichtbar werden. Bei einer hohen Wasserhärte ist eine Entkalkung von Geräten daher häufiger erforderlich.

    Koblenz liegt in Südwestdeutschland zwischen Wiesbaden und Mainz im Südosten und Bonn im Nordwesten.

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