• Wasserversorgung und Wasserhärte in Kaiserslautern

    Die Wasserhärte in Kaiserslautern – weiches und qualitativ hochwertiges Leitungswasser

    In der Stadt Kaiserslautern sind die Stadtwerke Kaiserslautern für die Trinkwasserversorgung zuständig. Sie betreiben die drei Wasserwerke Barbarossastraße, Rote Hohl und Mölschbach sowie ein Versorgungsnetz mit einer Gesamtlänge von mehr als 450 Kilometern, an das sämtliche Privathaushalte und Unternehmen angeschlossen sind. Die Stadtwerke pflegen und warten außerdem die 13 Wasserspeicher, durch die der Bedarf in Zeiten mit hohem Verbrauch gedeckt ist. Er liegt an heißen Sommertagen bei etwa 30.000 Kubikmetern. Da die Speicher zusammengerechnet ein Fassungsvermögen von 17.710 Kubikmetern haben, steht durch sie selbst in Spitzenzeiten ausreichend Wasser für einen halben Tag zur Verfügung. Das Wasser aus den 13 Wasserspeichern wird bei Bedarf aber auch von der Feuerwehr als Löschwasser genutzt.

    Trinkwasser für Kaiserslautern – aus einer Quelle und zahlreichen Brunnen

    Die Stadtwerke Kaiserslautern fördern pro Jahr etwa 7,2 Millionen Kubikmeter Wasser. Hierbei handelt es sich um Quellwasser, das aus der Quelle Lauterspring stammt, und um Grundwasser, das die Stadtwerke aus bis zu 210 Meter tiefen Brunnen gewinnen. Beide Wasservorkommen zeichnen sich durch eine niedrige Wasserhärte und eine gute Qualität aus. Allein der Gehalt an Kohlensäure ist zu hoch. Er wird reduziert, denn die Kohlensäure würde die Rohre angreifen und zu Korrosion führen. Der Rost würde wiederum das Leitungswasser braun verfärben und seinen Geschmack beeinträchtigen. In den Kaiserslauterner Wasserwerken wird das Rohwasser deshalb mit Hilfe von Jurakalk entsäuert. Dieser natürliche Kalk bindet die Kohlensäure. Keime und andere gesundheitsschädigende Substanzen sind dagegen kaum enthalten. Eine Desinfektion ist deshalb in der Regel nicht erforderlich. Dennoch verfügen die Stadtwerke über eine UV-Anlage. In ihr kann bei Bedarf eine Desinfektion ohne den Einsatz von Chemikalien stattfinden. Stattdessen inaktiviert die Anlage Keime durch eine Bestrahlung mit ultraviolettem Licht.

    Die Wasserhärte in Kaiserslautern – leicht unterschiedlich in den einzelnen Stadtgebieten

    Das Trinkwasser für Kaiserslautern hat eine Wasserhärte von 3,87 bis 5,5 Grad deutscher Härte und ist damit weich. Es gibt jedoch kleine Unterschiede zwischen den einzelnen Stadtgebieten. Der gesamte Innenstadtbereich wird vom Wasserwerk Barbarossastraße versorgt. In ihm wird das Wasser aus der Lauterspring Quelle und weiteren elf Brunnen aufbereitet. Es hat eine Wasserhärte von 4,65 °dH. Die Versorgung der höher gelegenen Teile von Kaiserslautern übernimmt das Wasserwerk Rote Hohl. Sein Wasser stammt aus sechs Tiefbrunnen im Letzbachtal, im Aschbachtal und im Wiener Tal. Es hat eine Wasserhärte von 5,5 °dH. Das Wasserwerk Mölschbach beliefert die Haushalte und Firmen im Stadtteil Mölschbach. Es gewinnt Grundwasser aus einem Tiefbrunnen im Rambachtal. Dieses Wasser hat bei der Einspeisung in das Rohrleitungsnetz eine Wasserhärte von 3,87 °dH. Die Bewohner von Mölschbach bekommen daher das weichste Wasser.

    Fazit

    In Kaiserslautern gibt es im Hinblick auf die Wasserhärte zwar kleine Unterschiede zwischen den Versorgungsgebieten der drei Stadtwerke, über weiches Wasser können sich jedoch alle Privathaushalte und Firmen freuen. Es verursacht kaum Kalkablagerungen und macht es möglich, Waschpulver niedrig zu dosieren. Dadurch lässt sich nicht nur Geld sparen, sondern auch die Umwelt schonen.

    Kaiserslautern liegt in Rheinland-Pfalz zwischen Sarbrücken im Westen und Mannheim im Osten.

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