• Wasserversorgung und Wasserhärte in Hanau

    Die Wasserhärte in Hanau – in den einzelnen Stadtteilen höchst unterschiedlich

    In der Stadt Hanau sind schon seit 1890 die Stadtwerke Hanau für die Trinkwasserversorgung zuständig. Sie betreiben sechs Wasserwerke und ein rund 336 Kilometer langes Rohrleitungsnetz, an das die einzelnen Verbraucher angeschlossen sind. Die Stadtwerke Hanau stellen außerdem Gas, Erdwärme und Strom zur Verfügung.

    Trinkwasser für Hanau – größtenteils aus eigenen Brunnen

    Das Trinkwasser für die Einwohner und Firmen in Hanau stammt zu etwa 75 Prozent aus Grundwasserquellen im Stadtgebiet. Es wird aus bis zu 150 Meter tiefen Brunnen gefördert und in einem der sechs Wasserwerke aufbereitet. Dort wird das Wasser belüftet, von Eisen, Mangan und Kohlensäure sowie von organischen Verschmutzungen befreit. Bei der Aufbereitung kommen keinerlei chemische Substanzen oder Aluminium zum Einsatz.

    Die Wasserhärte in Hanau – abhängig vom zuständigen Wasserwerk

    Weil das Leitungswasser für Hanau aus zahlreichen Quellen stammt, hat es je nach Ursprung eine andere Wasserhärte. Es wird nicht gemischt, sondern von den sechs Wasserwerken an bestimmte Stadtgebiete geliefert. Aus diesem Grund unterscheidet sich die Wasserhärte in den einzelnen Teilen der Stadt. Die Bewohner von Großauheim erhalten weiches bis mittelhartes Wasser mit einer Gesamthärte von 8,3 bis 9,3 Grad deutscher Härte. Als weich wird Leitungswasser mit einer Gesamthärte bis 8,4 °dH eingestuft, mittelhartes Wasser hat eine Gesamthärte von 8,4 bis 14 °dH und ab einem Wert von 14 °dH gilt Wasser als hart.

    Mittelhartes Wasser bekommen die Verbraucher in der Innenstadt und den Ortsteilen Lamboy, Wolfgang, Steinheim und Klein-Auheim. In der Innenstadt liegt die Wasserhärte bei 12,2 bis 14 °dH, in den Ortsteilen Lamboy und Wolfgang bei 8,4 bis 12,8 °dH und in Steinheim und Klein-Auheim bei 8,5 bis 9,9 °dH.

    In den Ortsteilen Mittelbuchen, Kesselstadt, Wilhelmsbad und Hohe Tanne ist das Wasser hart. Es hat in Mittelbuchen eine Wasserhärte von 14,8 bis 17,6 °dH und den anderen Ortsteilen eine Wasserhärte von 22,2 bis 25 °dH.

    Fazit

    In Hanau kommt es durch die vielen Quellen, aus denen Grundwasser gefördert wird, bei der Wasserhärte zu großen Unterschieden. In dieser Stadt sind alle drei Härtebereiche von weich bis hart vertreten. Um Waschpulver und andere Reiniger optimal zu dosieren, ist es wichtig, die Wasserhärte am Wohn- beziehungsweise Geschäftssitz zu kennen. Die Wasserhärte spielt außerdem eine entscheidende Rolle bei der Festlegung der Zeitintervalle, in denen eine Entkalkung von Geräten erforderlich ist. Zu Verkalkungen kommt es vor allem in Maschinen, in denen Wasser auf mehr als 60 °C erhitzt wird. Ab dieser Temperatur bilden die im Wasser enthaltenen Mineralien Calcium und Magnesium unlösbare Verbindungen, die sich als Kalk beispielsweise an den Heizstäben ablagern. Der Gehalt dieser beiden Mineralien bildet die Grundlage für die Einstufung in die drei Härtebereiche weich, mittel und hart.

    Hanau liegt in Hessen, östlich von Frankfurt und Offenbach am Main.