• Wasserhärte in Greiz

    Der Zweckverband Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Weiße Elster- Greiz versorgt Greiz mit Trinkwasser aus Eigen- und Fremdgewinnung. Die Wasserhärte in Greiz fällt aufgrund der komplizierten Versorgungsstruktur unterschiedlich aus. Erste Anregungen für eine zentrale Wasserversorgung in Greiz gab es 1874. Noch im selben Jahr erfolgten erste Untersuchungen der Schönfelder Wasserwiesen und Quellen. Die dabei entnommenen Wasserproben ergaben eine „wünschenswerte Weichheit und Reinheit“. Mit dem Bau der Wasserversorgungsanlagen wurde 1879 begonnen. Über die Jahre gab es zahlreiche Aus- und Umbaumaßnahmen, um den steigenden Wasserbedarf der Bevölkerung decken zu können. Heute umfasst das leitungsgebundene Versorgungsnetz in Greiz rund 200 Kilometer Hauptrohrleitung, knapp 5.000 Hausanschlüsse, über 2.700 Absperrschieber und fast 800 Hydranten.

    Fremd- und Eigenwasser zu etwa gleichen Teilen

    Seit 1992 liegt die Versorgung mit Trinkwasser in Greiz in den Händen des Zweckverbandes Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Weiße Elster- Greiz (ZW TAWEG). Dieser bezieht circa 46,5 Prozent des in der Stadt verteilten Wassers von der Thüringer Fernwasserversorgung, während die übrige Menge durch Eigenaufkommen abgedeckt wird. Gewonnen wird das Eigenwasser in den verbandseigenen Wasserwerken Schönfeld, Glohdenhammer, Krümme, Neudeck und Hainberg über Tiefbrunnen und Sickerfassungen. Zur Aufbereitung kommen je nach Güte des Rohwassers unterschiedlichste Zusatzstoffe zur Anwendung, um die Wasserqualität in Greiz sicherzustellen.

    Schutz des Grundwassers gewährleistet hohe Trinkwasserqualität

    Zur Sicherung der Wasservorkommen wurden im Bereich der Gewinnungsanlagen Wasserschutzgebiete festgesetzt, die in mehrere Schutzzonen unterteilt sind. Die Schutzzone I beinhaltet die direkte Umgebung der Fassungsanlage und schließt jegliche Bodennutzung aus. Die Schutzzone II umfasst das Areal, in dem die Fließzeit des Grundwassers bis zum Eintreffen in der Fassung 50 Tage beträgt. Das Lagern wasserbeeinträchtigender Stoffe und gewerbliche Bebauungen sind hier ebenso verboten wie Wagenwäsche und Ölwechsel, die unsachgemäße Nutzung von Mineraldünger und die organische Düngung. Die Schutzzone III erstreckt sich über den gesamten Einzugsbereich und untersagt das Anlegen von Abfall-, Müll- und Schuttdeponien sowie das Versickern und Versenken von Abwasser.

    Verschiedene Wasserhärten in Greiz durch unterschiedliche Wasserzusammensetzungen

    Die Versorgungsstruktur der Stadt Greiz ist äußerst komplex. Teilweise fließt nur Fremd- oder nur Eigenwasser aus den Leitungen, teilweise eine Mischung aus Fremd- und Eigenwasser. Dadurch gibt es leicht unterschiedliche Wasserhärten in Greiz. Die Ortsteile Irchwitz, Reinsdorf, Waltersdorf und Schönfeld erhalten ihr Trinkwasser aus dem Wasserwerk Schönfeld. Hier liegt die Wasserhärte mit 9,83 °dH im mittleren Härtebereich. Das Wasser für die Pohlitz, Raasdorf und Reißberg stammt aus dem Hochbehälter Herrenreuth, der ein weiches Gemisch (6,15 °dH) aus den Wasserwerken Neudeck, Kümme, Glohdenhammer und Fernwasser liefert. Die Innenstadt bekommt eine weiche Mischung (ca. 6 °dH) aus dem Wasserwerk Hainberg und Fernwasser. Alle übrigen Bereiche werden ausschließlich mit Fernwasser (5,87 °dH) versorgt.

    Fazit

    Das Leitungswasser für Greiz stellt mit einer Wasserhärte von maximal rund 10 °dH keine große Gefahr für Haushaltsgeräte dar. Wasch- und Spülmittel können somit sparsam und umweltfreundlich dosiert und zusätzliche Enthärter ganz weggelassen werden. Greiz ist eine Stadt in Thüringen im Landkreis Greiz und befindet sich ca. 36 Kilometer südlich von Gera und ca. 26 Kilometer westlich von Zwickau.