• Wasserversorgung und Wasserhärte in Gladbeck

    RWW, die Rheinland-Westfälische Wasserwerksgesellschaft, ist zuständig für die Trinkwasserversorgung der über 70.000 Einwohner von Gladbeck. Die ehemalige Bergarbeiterstadt in Nordrhein-Westfalen wird mit reinem Grundwasser versorgt, das nur wenig aufbereitet werden muss. Entsprechend zeigt sich die Wasserhärte in der Stadt einheitlich.

    Gladbeck bekommt einwandfreies Trinkwasser

    Die RWW wurde bereits 1912 gegründet und ist ein großes Unternehmen, das insgesamt fast 75 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an viele Gemeinden abgibt. Der zentrale Sitz ist Mülheim. Dem Haus gehören vier Wasserwerke Nord, drei Wasserwerke Süd und eine weitere Rohwassergewinnung in Duisburg.

    Das Wasser für Gladbeck und andere Orte (für insgesamt rund 350.000 Einwohner) wird im Wasserwerk Dorsten-Holsterhausen gewonnen und aufbereitet. Dieses Werk begann seine Arbeit im Jahre 1927. 1974 wurde die Brunnengalerie Üfter Mark in einem Waldgebiet südlich von Raesfeld-Erle dazugewonnen. Seitdem kann deutlich mehr Trinkwasser gewonnen und abgegeben werden. Insgesamt 64 Brunnen fördern nun Grundwasser aus 80 bis 120 Meter Tiefe und transportieren es in die Anlagen im Wasserwerk. Als weiterer positiver Aspekt kommt hinzu, dass sich in Holsterhausen und in der Üfter Mark die Halterner Sande befinden, die mineralisiert sind und sich daher besonders gut zur Gewinnung von Trinkwasser eignen. Entsprechend sanft ist die Aufbereitung: Es werden nur Eisen und Mangan entfernt, dann wird das fertige Trinkwasser in die Netze von RWW gepumpt und in vier Wasserbehältern gespeichert. Der bei der Aufbereitung entstehende Eisenschlamm wird selbstverständlich fachgerecht entsorgt.

    Hoher Grundwasserschutz

    Das Grundwasser für Gladbeck ist aufgrund der geologischen Gegebenheiten sehr alt, keimfrei, von vorzüglicher Qualität und wird von einer Mergelschicht vor äußeren Einflüssen geschützt. Zudem befinden sich beide Gewinnungsbereiche in einem insgesamt 185 Quadratkilometer großen Trinkwasserschutzgebiet; es ist das größte für Grundwasser in Nordrhein-Westfalen und streckenweise ist jeder Zugang streng verboten, um die Natur zuverlässig zu schützen. Zusätzlich wird mit 350 landwirtschaftlichen Betrieben kooperiert, damit sich ein Gleichgewicht zwischen der Notwendigkeit der landwirtschaftlichen Düngung und der Notwendigkeit des Gewässerschutzes ergibt. Es geht dabei vor allem um die Nitratbelastung des Grundwassers, die in Grenzen gehalten werden muss.

    Bisher gelingt der RWW und ihren Partnern dieser schwierige Spagat sehr gut. Insgesamt werden natürlich das Grundwasser und das fertige Trinkwasser für Gladbeck wie für alle anderen Orte immer wieder streng kontrolliert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Daten liegen kontinuierlich deutlich unter den von der deutschen Trinkwasserverordnung festgelegten Werten.

    Die Wasserhärte in Gladbeck

    Die Wasserhärte für die Stadt Gladbeck bewegt sich im Bereich mittel. Das bedeutet, dass sich mittelmäßig viel Kalzium und Magnesium im Wasser befinden. Diese Stoffe sind gesundheitlich völlig unbedenklich, der menschliche Körper braucht sie und kann daher sehr gut damit umgehen. In Sachen Reinigungs- und Waschmittel sollten Verbraucher auf die Hinweise der Hersteller auf den Verpackungen achten. Es wird etwas mehr als bei weichem Wasser benötigt, auch müssen Haushaltsgeräte, in denen Wasser verwendet wird, gelegentlich entkalkt werden.

    Gladbeck liegt in Nordrhein-Westfalen, nördlich von Bottrop und Gelsenkirchen.