• Wasserversorgung und Wasserhärte in Gera

    Die Wasserhärte in Gera – weiches Wasser aus der Talsperre

    Das Trinkwasser für die Bürger und Firmen in Gera stammt vom Zweckverband Wasser/Abwasser Mittleres Elstertal (ZVME). Er wurde 1992 von zahlreichen Gemeinden gegründet, um die Wasserversorgung gemeinsam sicherzustellen. Das Verbandsgebiet reicht von Lindenkreuz, Münchenbernsdorf und Schwarzbach im Westen bis nach Paitzdorf, Rückersdorf, Braunichswalde und Seelingstädt im Osten und in Nord-Süd-Richtung von Caaschwitz, Gera und Pölzig bis nach Harth-Pöllnitz, Weida und Teichwitz. Der ZVME versorgt daher ein großes Gebiet und benötigt pro Jahr fast sechs Millionen Kubikmeter Wasser. Um diese große Menge bereitstellen zu können, betreibt er drei Wasserwerke, die mit moderner Technik ausgestattet sind. Sein gesamtes Rohrleitungsnetz hat eine Länge von mehr als 1200 Kilometern.

    Trinkwasser für Gera – aus der Talsperre Leibis-Lichte

    Der ZVME gewinnt etwa 90 Prozent des benötigten Rohwassers aus der Talsperre Leibis. Die übrigen zehn Prozent werden größtenteils mit Hilfe von Pumpen aus Brunnen gefördert. Bei diesem Wasser handelt es sich daher um Grundwasser aus Tiefbrunnen. Das Trinkwasser für Gera stammt jedoch ausschließlich aus der Talsperre Leibis-Lichte im Lichtetal nahe des Ortes Unterweißbach. Sie wurde 2006 eingeweiht und ist seitdem eine der wichtigsten Trinkwasserquellen in Thüringen. Die Talsperre Leibis-Lichte wird vom Fluss Lichte und vom Schlagebach gespeist. In ihr sammelt sich außerdem Regenwasser, das für eine niedrige Wasserhärte sorgt. Eine weitere Einleitung erfolgt durch den Katzestollen. Durch ihn fließt das Wasser aus dem Katzetal in den rund 3,6 Kilometer langen Stausee. Er bedeckt das ehemalige Dorf Leibis, dessen Bewohner vor dem Bau der Talsperre umgesiedelt wurden.

    Die Wasserhärte in Gera

    Weil das Trinkwasser für Gera aus aufgestauten Flüssen und Bächen stammt, hat es eine niedrige Wasserhärte. Es enthält nur wenige Calcium- und Magnesiumionen, die unlösliche Verbindungen bilden und zu Kalkablagerungen führen. Der pH-Wert liegt bei 8,32 und der Nitratgehalt weit unter dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung. Das enthaltene Eisen und Mangan, das zu Schäden in den Rohrleitungen führen könnte, wird bei der Aufbereitung größtenteils herausgefiltert. Auch bei diesen beiden Stoffen sind die gemessenen Werte daher sehr niedrig.

    Fazit

    In der Stadt Gera erhalten alle Privathaushalte und Firmen weiches Leitungswasser. Dies hat viele Vorteile, denn bei einer niedrigen Wasserhärte erübrigt es sich, Fliesen und Armaturen laufend von Kalkablagerungen zu befreien. Auch die Entkalkung von Wasserkochern, Kaffeemaschinen und ähnlichen Geräten kann bei einer niedrigen Wasserhärte in größeren Zeitabständen erfolgen. Von weichem Wasser profitieren außerdem Kaffee- und Teetrinker sowie Cafébetreiber, denn in Leitungswasser mit einer niedrigen Wasserhärte kann sich das Aroma von Kaffee und Tee besser entfalten.

    Gera liegt in Thüringen zwischen Jena im Westen und Zwickau im Osten.

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