• Wasserversorgung und Wasserhärte in Flensburg

    Die Wasserhärte in Flensburg – weiches bis mittelhartes Grundwasser

    In der Stadt Flensburg stellen die Stadtwerke Flensburg die Trinkwasserversorgung sicher. Zu diesem Zweck betreiben sie zwei Wasserwerke, zwei Wassertürme und ein insgesamt rund 295 Kilometer langes Rohrleitungsnetz. Der Wasserbedarf sämtlicher Privathaushalte und Firmen in Flensburg liegt bei etwa fünf Millionen Kubikmetern pro Jahr. Die Stadtwerke Flensburg stellen außerdem Strom, Erdgas und Fernwärme zur Verfügung und kümmern sich um den Ausbau des Glasfasernetzes.

    Trinkwasser für Flensburg – aus zahlreichen Brunnen und bis zu 300 Meter tiefen Erdschichten

    Beim Leitungswasser, das durch die Rohre der Stadt Flensburg fließt, handelt es sich um Grundwasser. Es wird aus Brunnen gefördert und in den beiden Wasserwerken aufbereitet. Das Wasserwerk am Ostseebad existiert schon seit 1881 und verfügt über sieben Brunnen mit einer Tiefe von 100 bis 140 Metern. Hierbei handelt es sich um sogenannte artesische Brunnen, die den natürlichen Druck des Wassers nutzen. Diesen Druck gibt es in der Nähe des Wasserwerks Süd nicht. Aus seinen vier Brunnen wird das Grundwasser deshalb mit Hilfe von Pumpen gefördert. Es stammt aus 200 bis 300 Meter tiefen Erdschichten. Das Wasserwerk Süd ist seit 1970 in Betrieb.

    Die Stadtwerke Flensburg gewinnen aus ihren Brunnen pro Tag rund 14.500 Kubikmeter Wasser. Es wird in den beiden Wasserwerken belüftet und gereinigt, bevor es in das Rohrleitungsnetz eingespeist wird. Für einen konstanten Druck sorgen die beiden Wassertürme. Sie stehen im Osten und Westen von Flensburg und dort jeweils an den höchsten Stellen. Die Wassertürme dienen außerdem als Speicher, durch die auch in Zeiten mit hohem Verbrauch ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht. Allein der Wasserturm Mürwik hat ein Fassungsvermögen von 1,5 Millionen Litern. Er bietet durch seine Aussichtsplattform gleichzeitig einen herrlichen Blick auf die Stadt.

    Die Wasserqualität und die Wasserhärte in Flensburg

    Die Qualität des Trinkwassers für Flensburg ist durch die ständige Entnahme von Proben sichergestellt. Diese werden im Labor der Stadtwerke auf die in der strengen Trinkwasserverordnung festgelegten Parameter überprüft. Durch die Einhaltung sämtlicher Grenzwerte kann das Wasser auch bedenkenlos für die Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet werden. Die Wasserhärte in Flensburg beträgt 1,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter. Mit diesem Wert liegt das Leitungswasser in Flensburg genau auf der Grenze der Härtebereiche weich und mittel.

    Fazit

    Die niedrige bis mittlere Wasserhärte in Flensburg ermöglicht es, Waschpulver und andere Reiniger sparsam zu dosieren und auf diese Weise die Kosten zu senken. Eine sparsame Dosierung ist außerdem ein guter Beitrag zum Umweltschutz, denn durch sie wird das Abwasser nicht unnötig belastet. Die relativ geringe Wasserhärte schont darüber hinaus Geräte wie Kaffeemaschinen. In ihnen lagert sich anders als bei einer hohen Wasserhärte nur wenig Kalk ab. Dementsprechend müssen in Gegenden mit niedriger Wasserhärte Entkalkungen nur hin und wieder durchgeführt werden. Flensburg liegt an der dänischen Grenze östlich von Sylt und Föhr.

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