• Wasserversorgung und Wasserhärte in Esslingen am Neckar

    Die Wasserhärte in Esslingen am Neckar – in den einzelnen Bezirken leicht unterschiedlich

    In Esslingen am Neckar sind die Stadtwerke Esslingen für die Trinkwasserversorgung zuständig. Sie gewinnen das Wasser jedoch nicht selbst, sondern beziehen es von der Bodensee-Wasserversorgung und dem Zweckverband Landeswasserversorgung. Diese beiden Lieferanten nutzen unterschiedliche Quellen, aus denen sie Rohwasser gewinnen. Dadurch unterscheidet sich ihr Wasser im Hinblick auf die Wasserhärte.

    Trinkwasser für Esslingen – aus vielen verschiedenen Quellen

    Die Bodensee-Wasserversorgung gewinnt mit Hilfe von drei Entnahmetürmen Wasser aus dem Bodensee. Es stammt aus einer Tiefe von etwa 60 Metern, wo das Seewasser besonders klar und sauber ist. Das Wasser fließt durch Leitungen von den Entnahmetürmen zu einem Pumpwerk und wird von dort auf den Sipplinger Berg gepumpt. Auf ihm steht die Aufbereitungsanlage, in der das Rohwasser in naturnahen Verfahren gesäubert, entkeimt und gefiltert wird.

    Der Zweckverband Landeswasserversorgung nutzt Grund-, Fluss- und Quellwasser. Das Flusswasser stammt aus der Donau, das Quellwasser aus der Buchbrunnenquelle bei Dischingen. Ein weiteres großes Trinkwasserreservoir ist der auf natürliche Weise entstandene unterirdische Wasserspeicher im Donauried. Sein Fassungsvermögen beläuft sich auf rund eine Milliarde Kubikmeter. Dieses Grundwasser fördert der Zweckverband Landeswasserversorgung mit Hilfe von Pumpen an die Erdoberfläche.

    Die Qualität des Trinkwassers und die Wasserhärte in Esslingen

    In Esslingen werden einige Verbraucher vom Zweckverband Landeswasserversorgung, andere von der Bodensee-Wasserversorgung mit Trinkwasser beliefert. Bei der Wasserhärte gibt es deshalb Unterschiede zwischen den einzelnen Stadtgebieten. Die meisten Privathaushalte und Firmen erhalten ihr Wasser jedoch vom Zweckverband Landeswasserversorgung. Allein für die Bewohner des oberen Zollbergs und des Stadtteils Berkheim ist die Bodensee-Wasserversorgung zuständig.

    Das Leitungswasser von der Bodensee-Wasserversorgung hat eine Wasserhärte von 9 Grad deutscher Härte, beim Trinkwasser des Zweckverbands Landeswasserversorgung sind es 13,2 Grad deutscher Härte. Beide Werte werden dem Härtebereich mittel zugeordnet, daher erhalten sämtliche Verbraucher in Esslingen am Neckar mittelhartes Wasser. Auf dem oberen Zollberg und im Stadtteil Berkheim ist das Wasser jedoch etwas weicher, das heißt es enthält weniger Calcium und Magnesium.

    Die Qualität des Wassers ist durch die ständige Entnahme von Proben und deren Analysen sichergestellt. Sämtliche Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden eingehalten. Selbst für die Zubereitung von Babynahrung ist das Leitungswasser in Esslingen daher bestens geeignet.

    Fazit

    Im gesamten Stadtgebiet von Esslingen am Neckar hat das Leitungswasser eine mittlere Wasserhärte. Sie ist ideal, denn mittelhartes Wasser ist reich an Calcium und Magnesium und deshalb gesund. Diese beiden Mineralien verhindern außerdem eine Korrosion in den Leitungen, denn sie verbinden sich zu Kalk und lagern sich im Inneren der Rohre ab. Diese Kalkablagerungen bilden sich bei einer mittleren Wasserhärte auch auf Oberflächen wie Fliesen und in Geräten, in denen Wasser erhitzt wird. Sie sind jedoch bei weitem nicht so ausgeprägt wie in Gegenden mit hoher Wasserhärte. Dementsprechend lassen sie sich mit geringem Aufwand wieder entfernen.

    Esslingen liegt in Baden-Württemberg zwischen Stuttgart und Kirchheim unter Teck.