• Wasserversorgung und Wasserhärte in Essen

    Die Wasserhärte in Essen ist vergleichsweise niedrig, die Wasserqualität hingegen sehr hoch. Um alle Menschen in Essen täglich mit frischem Trinkwasser zu versorgen, wird ein ausgeklügeltes System zur Wassergewinnung und Aufreinigung genutzt.

    Wasser aus dem Wasserschutzgebiet Essen-Überruhr

    Um die Essener Bevölkerung mit Wasser zu versorgen, wird das 204 Hektar große Schutzgebiet Essen-Überruhr genutzt. Dort wurde das Wasser früher meist durch Brunnen aus größeren Tiefen gewonnen, wo es durch die natürliche Filtration im Boden bereits vorgereinigt war.

    Heute nutzen die Essener Wasserwerke überwiegend Oberflächenwasser, das mit modernen Methoden schonend und umfassend aufbereitet wird. Nach der Entnahme des Flusswassers wird es gefiltert, gereinigt und in verschiedenen Schritten von unerwünschten Geschmacks- und Geruchsstoffen, Verunreinigungen, Keimen und Schadstoffen befreit. Wasser nimmt an Härte zu, wenn es durch den Boden sickert und dabei Mineralien aus den Bodenschichten löst. Die Wasserhärte in Essen ist deshalb niedrig, da Oberflächenwasser genutzt wird.

    Für Wasserqualität sorgt die modernste Wasseraufbereitungsanlage Europas

    2006 wurde festgestellt, dass das Ruhrwasser mit Schadstoffen (PFT, perfluorierte Tenside) belastet war, die ins Trinkwasser gelangt waren. Zehn Jahre später wurde in Essen-Überruhr die derzeit modernste Wasseraufbereitungsanlage in Europa in Betrieb genommen. In Zeiten steigender Schadstoffbelastungen gewährleistet neueste Technik, dass keine unerwünschten Chemikalien in Essens Trinkwasser gelangen können.

    Für die bestmögliche Wasserqualität in Essen sorgen auch stetige Kontrollen des 1850 km langen Versorgungsnetzes. Dabei wird am Wasserwerk und zusätzlich an 80 Messpunkten in Essen Wasser entnommen und analysiert. Die Messungen zeigen: Das Wasser in Essen eignet sich durch seine Reinheit und den geringen Nitratgehalt auch für die Zubereitung von Säuglings- und Kindernahrung.

    Die Wasserhärte in Essen

    Die Wasserhärte in Essen liegt im Durchschnitt bei 7,3 Grad deutscher Härte (°dH). Bis zu einer Härte von 8,4°dH wird Wasser als weich eingestuft. Somit liegt die Wasserhärte in Essen im Härtebereich „weich“.

    Für Verbraucher bedeutet das, dass sich weniger Kalkablagerungen bilden und das Wasser sich ideal für wohlschmeckenden Kaffee oder Tee eignet. Waschmittel kann für den Wasserhärtebereich „weich“ und damit vergleichsweise niedrig dosiert werden. Allerdings enthält weiches Wasser weniger Mineralien wie Calcium und Magnesium als kalkreiches Wasser. Wer diese Mineralien gezielt zuführen möchte, kann zusätzlich mineralstoffreiches Heilwasser in den Speiseplan aufnehmen.

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