• Wasserversorgung und Wasserhärte in Erlangen

    Die Wasserhärte in Erlangen – in den einzelnen Ortsteilen unterschiedlich

    In Erlangen sind die Stadtwerke Erlangen (ESTW), der Zweckverband zur Wasserversorgung der Eltersdorfer Gruppe und der Zweckverband zur Wasserversorgung der Seebachgruppe für die Trinkwasserversorgung zuständig. Die meisten Privathaushalte und Firmen werden jedoch von den Stadtwerken Erlangen beliefert. Sie versorgen das gesamte Stadtgebiet mit Ausnahme der Ortsteile, die erst 1972 eingemeindet wurden. Für den Ortsteil Dechsendorf ist der Zweckverband zur Wasserversorgung der Seebachgruppe, für alle anderen Ortsteile der Zweckverband zur Wasserversorgung der Eltersdorfer Gruppe zuständig.

    Trinkwasser von den Stadtwerken – aus den Wasserwerken West I, West II und Ost

    Die Stadtwerke Erlangen betreiben drei eigene Wasserwerke und pflegen die Wasserschutzgebiete, die im Westen und Osten der Stadt liegen. Das Wasserwerk West I gewinnt Grundwasser aus drei Brunnengebieten, in denen sich insgesamt 27 Brunnen befinden. Aus ihnen lassen sich 127 Liter Wasser pro Sekunde fördern. Es hat nach der Aufbereitung eine Wasserhärte von 2,29 Millimol Calciumcarbonat pro Liter. Weitere 80 Liter pro Sekunde gewinnt das Wasserwerk West II. Es fördert Grundwasser aus einem Brunnengebiet mit sechs Brunnen und einem Horizontalfilterbrunnen. Das dritte Werk ist das Wasserwerk Ost. Zu seinem Brunnengebiet gehören elf Brunnen, aus denen sich pro Sekunde etwa 110 Liter Wasser gewinnen lassen. Es ist mit einer Wasserhärte von 1,78 mmol/l etwas weicher als das Wasser aus dem Werk West I.

    Mit ihren drei Wasserwerken können die Stadtwerke Erlangen den Bedarf zu etwa 65 Prozent decken. Die übrigen 35 Prozent beziehen sie von der N-Ergie Nürnberg und vom Zweckverband zur Wasserversorgung des Fränkischen Wirtschaftsraumes (WFW).

    Die Wasserhärte in Erlangen – abhängig vom zuständigen Versorger

    Weil in Erlangen die Wasserversorgung durch mehrere Unternehmen erfolgt, unterscheidet sich die Wasserhärte in den einzelnen Gebieten der Stadt. Die erst 1972 eingemeindeten Ortsteile Neuses, Frauenaurach, Kriegenbrunn, Hüttendorf, Eltersdorf und Tennenlohe im Süden, die vom Zweckverband zur Wasserversorgung der Eltersdorfer Gruppe beliefert werden, erhalten hartes Trinkwasser. Die Einwohner des Ortsteils Dechsendorf bekommen vom Zweckverband zur Wasserversorgung der Seebachgruppe dagegen Trinkwasser mit einer mittleren Wasserhärte.

    Auch im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Erlangen unterscheidet sich die Wasserhärte in den einzelnen Bezirken ein wenig. Sie ist abhängig vom zuständigen Wasserwerk. Sämtliche Bürger und Firmen, die von den Stadtwerken beliefert werden, erhalten jedoch Trinkwasser mit einer mittleren Wasserhärte.

    Fazit

    In Erlangen bekommen die meisten Haushalte und Firmen Leitungswasser mit einer mittleren Wasserhärte. Es enthält ausreichend Mineralien wie Calcium und Magnesium, die für die Gesundheit wichtig sind, und verursacht nur mäßig viele Kalkablagerungen. Allein die Bewohner und Unternehmen in den südlichen Ortsteilen, die erst seit 1972 zu Erlangen gehören, müssen ihre Geräte etwas häufiger entkalken. Die höhere Wasserhärte in diesen Stadtbezirken macht außerdem eine höhere Dosierung von Wasch- und Reinigungsmitteln erforderlich.

    Erlangen liegt in Bayern, nördlich von Fürth und Nürnberg.

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