• Wasserversorgung und Wasserhärte in Dorsten

    Dorsten ist eine Stadt mit über 70.000 Einwohnern, recht viel Grün und Wasser. Der Ort wird von der Lippe durchflossen, auch gibt es im Stadtteil Holsterhausen den künstlich angelegten Blauen See. Er gehört als Brauchwasserreservoir der RWW, der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft mbH, die ihren Hauptsitz in Mülheim hat. Das Wasserwerk am Blauen See dient mit seinem Oberflächenwasser vor allem den Industriebetrieben. Der Blaue See wird aus dem Hammbach und durch Grundwasser gespeist.

    Zur Trinkwasserversorgung der Bevölkerung wird von der RWW unter anderem ein zweites Wasserwerk in Holsterhausen genutzt, das reines Grundwasser fördert. Entsprechend verfügt das Stadtgebiet von Dorsten über eine einheitliche Wasserhärte in Bezug auf das Trinkwasser.

    Dorsten besitzt 64 Brunnenanlagen

    Dieses zweite Wasserwerk steht unweit nördlich der Lippe und fördert das Grundwasser durch Brunnen aus 80 bis 120 Meter Tiefe. Seit 1927 sind hier 47 Brunnen tätig. Dazu kam 1947 die Brunnengalerie Üfter Mark, das heißt Anlagen in einem Waldgebiet, das zu einem großen Teil Naturschutzgebiet ist. Insgesamt werden so durch 64 Brunnen rund 29 Millionen Kubikmeter Wasser aus den Halterner Sanden und den Recklinghäuser Sandmergeln gefördert und aufbereitet. Bei diesen Gesteinsschichten handelt es sich um Ablagerungen aus der Kreidezeit, die das Grundwasser hervorragend filtern. Anfang der Neunziger wurde das Wasserwerk in Dorsten-Holsterhausen gründlich modernisiert. Unter anderem wurden eine neue Anlage zur Enteisenung und eine neue Filteranlage eingebaut. Da das Wasserwerk Teil der Industriekultur an der Lippe ist, kann es nach Absprache auch besichtigt werden.

    Neben Dorsten werden weitere Orte mit dem nötigen Trinkwasser versorgt, sodass sich rund 350.000 Einwohner auf die Lieferungen verlassen können. Das Grundwasser ist bereits in seiner Rohqualität so gut, dass es nur noch von Eisen und Mangan befreit werden muss. Dem Eisenschlamm, der dabei anfällt, wird das Restwasser entzogen, danach wird er fachgerecht entsorgt.

    Hervorragendes Rohwasser

    Die hohe Trinkwasserqualität resultiert aus mehreren Faktoren. Zum einen schützen die erwähnten Erdschichten das Wasser vor schädlichen Einflüssen von außen. Das Wasser ist rund 100 Jahre alt und somit perfekt gefiltert. Es schmeckt hervorragend und ist praktisch keimfrei. Weiterhin befinden sich die Anlagen in einem 185 Quadratkilometer großen Trinkwasserschutzgebiet, das größte seiner Art in Nordrhein-Westfalen. Nicht zuletzt gibt es bereits seit 1993 eine Kooperation zwischen der RWW und den örtlichen Landwirten, sodass eine gute Balance zwischen landwirtschaftlichen Notwendigkeiten und dem Grundwasserschutz gegeben ist. Das Trinkwasser in Deutschland ist das am besten kontrollierte Lebensmittel, ein Verzicht auf zu viel Schadstoffe durch den Menschen ist sinnvoll und unumgänglich.

    Die Wasserhärte in Dorsten

    Die Wasserhärte in der Region von Dorsten bewegt sich im mittleren Bereich. Das bedeutet für die Verbraucher, dass Reinigungs- und Waschmittel wohl dosiert eingesetzt werden sollten. Die Angaben für die entsprechende Dosis lassen sich normalerweise den Verpackungen entnehmen. Auch die elektrischen Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschine und Wasserkocher sollten von Zeit zu Zeit entkalkt werden. Das Wasser ist gesundheitlich völlig unbedenklich, auch liegt der pH-Wert so, dass keine Korrosion der Leitungen zu befürchten ist.

    Dorsten liegt in Nordrhein-Westfalen nördlich von Oberhausen und Gelsenkirchen.