• Wasserhärte in Döbeln

    Das Trinkwasser für Döbeln wird in verschiedenen Wasserfassungen und Wasserwerken gewonnen und aufbereitet. Beim Rohwasser handelt es sich größtenteils um Grundwasser, dessen hoher Mineralienanteil eine hohe Wasserhärte in Döbeln mit sich bringt. Zuständig für die Wasserversorgung in Döbeln ist der Wasserverband Döbeln- Oschatz, der das Trinkwasser für mehr als 100.000 Menschen in 15 Städten und Gemeinden der Region bereitstellt. Das Verbandsgebiet ist 1.050 Quadratkilometer groß, das Versorgungsnetz insgesamt 1.300 Kilometer lang. Um den reibungslosen Betrieb der Wasserversorgungsanlagen kümmert sich die Veolia Wasser Deutschland GmbH, die als Dienstleister für den Wasserverband arbeitet.

    Wassergewinnung und Wasserqualität in Döbeln

    Gewonnen wird das Leitungswasser für Döbeln überwiegend aus Grundwasserressourcen, zum Teil aber auch aus dem Uferfiltrat der Freiberger Mulde (Bereich Pauderitzsch). Die Ortsteile Miera, Nöthschütz und Technitz erhalten ihr Trinkwasser aus den Wasserfassungen Jahnaaue 1 und 2. In den anderen Döbelner Stadtteile fließt Wasser aus den Wasserfassungen Jahnaaue 1 und Möbertitz sowie aus den Wasserwerken Simselwitz, Gärtitz und Klitschbach aus der Leitung. Damit die Trinkwasserqualität stimmt, wird das fertige Leitungswasser gleich doppelt überwacht: von der Veolia Wasser Deutschland GmbH und durch das zuständige Gesundheitsamt. Hierzu werden regelmäßig Proben an den Ein- und Ausgängen der Wasserwerke sowie an verschiedenen Stellen im Wasserleitungsnetz übernommen. Die Analytik obliegt einem akkreditierten, unabhängigen Labor.

    Hohe Wasserhärte gefährlich für Haushaltsgeräte

    Bevor sich das Grundwasser in den unterirdischen Reservoires sammelt, durchläuft es viele Gesteinsschichten, in denen es sich mit zahlreichen Mineralien anreichert. Der Kalziumgehalt des Döbelner Wassers liegt zwischen 119 und 184 Milligramm pro Liter, der Magnesiumgehalt zwischen 26 und 33 Milligramm pro Liter. Durch den hohen Anteil an Härtebildnern ist die Wasserhärte in Döbeln sehr hoch. In den Ortsteilen Miera, Nöthschütz und Techitz beträgt sie rund 26,57 bis 33,35 °dH. In den anderen Stadtteilen ist sie mit 21,40 – 26,57 °dH nicht viel niedriger. Zwar wäre es möglich, das Wasser in einem aufwendigen Prozess zu enthärten, allerdings ist das nicht geplant, da dies den Wasserpreis in die Höhe treiben würde. Außerdem entstünden Rückstände, die extra entsorgt werden müssten. Einen Qualitätsmangel stellt die hohe Wasserhärte nicht dar. Im Gegenteil: Die Mineralien sind gesund für den menschlichen Organismus. Allerdings kann kalkhaltiges Wasser zum Problem für die immer feinere und sensiblere Installations- und Haushaltstechnik werden. Verkalkungen an Wasch- und Spülmaschinen können zu Effizienzeinbußen und zu kalkbedingten Schäden führen. Wichtig ist es daher, die Haushaltsgeräte auf die hohe Wasserhärte in Döbeln einzustellen und Waschmittel nach den Herstellervorgaben für hartes Wasser zu dosieren. Bei Waschgängen von mehr als 60 °C, empfiehlt sich außerdem die Beigabe eines zusätzlichen Wasserenthärters.

    Fazit

    Aufgrund der hohen Wasserhärte in Döbeln können Wasch- und Spülmaschinen schnell verkalken. Gleiches gilt für Armaturen, Duschwände, Kaffeemaschinen und Wasserkocher. Diese sollten deshalb regelmäßig entkalkt werden, beispielsweise mit verdünnter Essig- oder Zitronensäure. Döbeln ist eine Stadt in Sachsen im Landkreis Mittelsachsen und befindet sich ca. 50 Kilometer westlich von Dresden und ca. 49 Kilometer nördlich von Chemnitz.