• Wasserversorgung und Wasserhärte in Detmold

    Detmold hat rund 75.000 Einwohner und liegt südöstlich von Bielefeld, etwa auf halber Strecke zwischen Dortmund und Hannover. Die Stadt ist von mehreren Wasserläufen durchzogen, unter anderem von der Berlebecke, die in anderen Gebieten auch Knochenbach heißt. Wichtig im Zusammenhang mit der Trinkwasserversorgung der Bevölkerung ist auch der Ortsteil Berlebeck, der etwa fünf Kilometer südlich vom Zentrum Detmolds entfernt liegt.

    Detmold ist breit aufgestellt

    Seit mehr als 110 Jahren sind die Stadtwerke Detmold verantwortlich für die Trinkwassergewinnung und -weiterleitung. Der größte Teil des Wassers wird aus den Berlebecker Quellen im Süden der Stadt gewonnen. Die Quellen gehören der Stadt Detmold seit 1898. Damals schenkte ihr der Regent, Graf Ernst zur Lippe-Biesterfeld, die ewigen Rechte an den Quellen. Schon 1893 wurde ein erstes Leitungsnetz verlegt, das nach Erhalt der Wasserrechte über 900 Haushalte mit insgesamt 4.000 Wasserhähnen versorgte. Ein Jahr später, 1899, wurden das sogenannte Wasserwerkportal an den Quellen und der Speicher auf dem Schützenberg erbaut. Der Wasserbehälter am Portal liegt unter einem Erdhügel. Sehenswert sind die beiden schönen gemauerten Portale im Norden und Süden, die als Zugänge dienen. Das Wasser gelangt zunächst von den Berlebecker Quellen den Hang hinunter bis zur Oberen Mühle und mittels Pumpen hinauf in den Schützenberg-Speicher. Im Jahre 1900 war alles fertig und die Anlagen gingen erstmals in Betrieb.

    Über drei Millionen Kubikmeter Wasser werden heute jedes Jahr von den Einwohnern von Detmold als Trinkwasser benötigt. Ein gutes Drittel wird durch die Berlebecker Quellen gedeckt, deren Anlagen noch heute in Gebrauch sind. An den Quellen wurde inzwischen das Gütesiegel der Lippequalität gebracht, einer regionalen Initiative, der die Stadtwerke Detmold 2012 als erste Stadtwerke überhaupt beitraten. Weiterhin liefert die Berlebecke nötiges Wasser. Quellen und Bach stellen das wichtigste Wasserreservoir für Detmold dar. Weiterhin wird Wasser gewonnen im Heidental, am Donoper Teich sowie in Klüt. Insgesamt verfügen die Stadtwerke Detmold über vier Quellen, 17 Tiefbrunnen, 14 Hochbehälter und drei Aufbereitungsanlagen. Inzwischen wurde das Leitungsnetz vielfach erweitert und umfasst derzeit knapp 480 Kilometer.

    Mehrere Wasserschutzgebiete

    Im Übrigen bedienen sich mehrere umliegende Gemeinden mit dem Quellwasser, das einen langen Weg zurückgelegt hat, bevor es in Berlebeck hervortritt. Über eine gerechte Verteilung wacht die Bezirksregierung. Zudem verfügt die Region Detmold nicht in Berlebeck und in anderen Gebieten über Wasserschutzgebiete, in denen bestimmte menschliche Handlungen untersagt oder nur eingeschränkt möglich sind. So wird das kostbare Nass geschützt.

    Trinkwasser wird nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Kochen, Duschen, für das WC und zum Waschen benötigt. In Detmold herrschte selbst in den heißen Monaten des Jahres 2019 keine Knappheit, dennoch ist jeder Einwohner aufgerufen, schonend mit den Ressourcen umzugehen.

    Die Wasserhärte in Detmold

    Die Wasserhärte in Detmold variiert je nach Wohngebiet. Die meisten Verbraucher erhalten weiches oder mittelhartes Wasser, einige auch hartes. Je härter das Wasser ist, umso mehr Mineralstoffe sind darin gelöst. Dabei sind vor allem Kalzium und Magnesium für die Wasserhärte verantwortlich. Und es gilt: Je härter das Wasser ist, umso mehr Wasch- und Reinigungsmittel sollten verwendet werden, auch sind Elektrogeräte öfter zu entkalken.

    Detmold liegt in Nordrhei-Westfalen östlich von Bielefeld und nördlich von Paderborn.

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