• Wasserversorgung und Wasserhärte in Dessau-Roßlau

    Weithin sichtbar ist eines der Wahrzeichen von Dessau-Roßlau, der Neue Wasserturm. Er stammt aus dem Jahr 1896, ist ebenso wie das alte Modell heute nicht mehr in Betrieb und steht unter Denkmalschutz. Dessau-Roßlau ist ein 2007 entstandener Zusammenschluss aus zwei Städten, in denen heute mehr als 80.000 Menschen leben. Die Gegend ist wasserreich, vor allem durch die Auenlandschaften der Flüsse Elbe und Mulde, aber recht niederschlagsarm. Dennoch wurde gerade der Stadtteil Waldersee schon häufig durch Hochwasser bedroht.

    Schon Anfang des 17. Jahrhunderts gab es erste allgemeine Wasserversorgungswege für die Bevölkerung, doch erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde eine organisierte öffentliche Versorgung begonnen. Verantwortlich für die Versorgung mit bestem Trinkwasser sind heute die Stadtwerke Dessau, genauer deren Tochter, die Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH (Deswa). Das Dessauer Trinkwasser wird aus verschiedenen Quellen gewonnen, daher variiert auch die Wasserhärte.

    Dessau-Roßlau ist breit aufgestellt

    Die Stadtwerke Dessau verfügen über die vier Wasserwerke Dessau Ost, Quellendorf, Roßlau und Lindau. Dessau Ost versorgt unter anderem die Stadtmitte von Dessau sowie den Norden von Dessau, das Wasserwerk Quellendorf unter anderem den Bereich Dessau-Süd. Aus dem Wasserwerk Roßlau kommt das Trinkwasser für Roßlau und Meinsdorf und aus Lindau stammt das Wasser für Rodleben. Zusätzlich liefert die Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH Fernwasser aus dem Harz an Dessau-Roßlau. Der Vertrag existiert seit 1997 und wurde 2017 für weitere zehn Jahre verlängert. Mit diesem Fernwasser, das aus dem Wasserwerk Wienrode und aus der Elbaue stammt, werden rund 30 Prozent des in Dessau-Roßlau benötigten Trinkwassers abgedeckt. Der Rest stammt aus der heimischen Gewinnung, unter anderem aus dem Schutzgebiet Waldersee.

    Rund 3,5 Millionen Kubikmeter des wertvollen Nass werden in Dessau-Roßlau jährlich gebraucht. In dem weitverzweigten Netz mit seinen über 400 Kilometer langen Leitungen werden als einer der Arbeitsschwerpunkte regelmäßig Altrohre saniert und ersetzt

    Eine gesicherte Versorgung

    Das Wasser für Dessau-Roßlau wird das ganze Jahr über regelmäßig kontrolliert und analysiert. Die Ergebnisse sind ausgesprochen zufriedenstellend und liegen unter den Vorgaben der deutschen Trinkwasserverordnung. Somit ist ein reines Trinkwasser bis zum Hausanschluss gewährleistet. Dass jeder Hausbesitzer für seine hauseigenen Rohre zuständig ist, sollte bekannt sein. Deren Zustand ist also immer wieder zu überprüfen, um eine erstklassige Qualität zu gewährleisten.

    Zudem ist auch in heißen Jahren die Versorgung der Bevölkerung in Dessau-Roßlau sichergestellt, notfalls durch den Bezug von Fernwasser. Den Leitungen, die in einer Tiefe von mindestens 1,3 Metern liegen, macht die Hitze nicht viel aus. Hier droht also kein Bruch der Rohre, wie anderswo gelegentlich geschehen.

    Die Wasserhärte in Dessau-Roßlau

    Nur aus dem Wasserwerk Lindau kommt weiches Wasser, ansonsten entspricht die Wasserhärte überall in Dessau-Roßlau dem Bereich hart. Das bedeutet für den Gebrauch von Wasch- und Reinigungsmitteln, dass sie bei hartem Wasser höher dosiert werden müssen. Die Angaben dazu haben die Hersteller der Produkte normalerweise auf den Verpackungen vermerkt. Außerdem ist es ratsam, Haushaltsgeräte wie Wasserkocher und Kaffeemaschine öfter zu entkalken. Gesundheitlich ist hartes Wasser absolut unbedenklich, denn der Kalk entsteht vor allem durch die natürlichen Mineralstoffe Kalzium und Magnesium, die sich auch in unserem Körper finden.

    Dessau-Roßlau liegt in Sachsen-Anhalt nördlich von Leizpzig und südöstlich von Magdeburg.