• Wasserversorgung und Wasserhärte in Celle

    Celle in Niedersachsen wird in der Hauptsache von der Aller durchflossen sowie von zwei kleineren Flüssen. Früher diente die Aller auch als Trinkwasserreservoir, heute nutzen die Stadtwerke Celle, die für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung verantwortlich sind, reines Grundwasser. Dieses sprudelt so reichlich, dass selbst die sehr warmen Wochen im Jahre 2018 keine Engpässe hervorriefen. Das Wasserwerk Garßen, das genutzt wird, arbeitet nicht an der Belastungsgrenze und kann immer noch Reserven mobilisieren.

    Celle hat genügend Ressourcen

    Die Geschichte der Wasserversorgung in Celle ist so alt wie die Stadt selbst, die im frühen Mittelalter gegründet wurde. Zunächst wurde wahrscheinlich Grundwasser genutzt, später das Aller-Wasser. Das war der Beginn einer Wasseranlage, die sich Wasserkunst nannte, und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Betrieb war. Seuchen erforderten die Förderung von gesundem Trinkwasser und so entdeckte man schließlich im Dorf Garßen nordöstlich von Celle ein reichhaltiges Grundwasservorkommen, das alle Bedürfnisse decken konnte. Im Jahr 1900 nahmen die ersten fünf Brunnen ihre Arbeit auf, gleichzeitig wurden neue Leitungen verlegt und ein hoher Wasserturm in Celle gebaut.

    In den folgenden Jahrzehnten wurden etliche Erweiterungen und zusätzliche Brunnen notwendig, denn der Wasserbedarf der wachsenden Bevölkerung stieg ständig. 2007 wurde der alte Wasserturm stillgelegt und seine Aufgaben von den Stadtwerken Celle übernommen. Heute werden neben den etwa 70.000 Einwohnern von Celle auch weitere 38.000 Bewohner der beiden Samtgemeinden Wathlingen und Flotwedel durch das Wasserwerk Garßen versorgt. 16 Förderbrunnen erbringen über fünf Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr und drei Reinwasserbehälter mit insgesamt 10.000 Kubikmetern Fassungsvermögen sowie ein Notstromaggregat garantieren die konstante Trinkwasserversorgung der Gegend. Allein das weitverzweigte Rohrnetz besitzt über 400 Kilometer Länge, nicht gerechnet die rund 370 Kilometer für die Hausanschlüsse.

    Celle schützt sein Grundwasser

    Die 16 Vertikalbrunnen fördern das Grundwasser aus einer Tiefe von bis zu 70 Metern. Das Wasser ist von hervorragender Qualität, doch sauerstoffarm. Daher wird es belüftet, von Eisen, Mangan, Kohlensäure und Schwefelwasserstoff befreit und es wird der pH-Wert korrekt eingestellt. Anschließend wird das fertige Trinkwasser in die Reinwasserbehälter geleitet.

    Regelmäßige Untersuchungen sichern die hohe Qualität des Celler Trinkwassers. Dieses wird auch durch ein 136 Quadratkilometer großes Trinkwasserschutzgebiet gewährleistet. Es ist in mehrere Schutzzonen unterteilt. Hier werden menschliche Tätigkeiten eingeschränkt und einer Verschmutzung des Grundwassers vorgebeugt. Außerdem wird mit den örtlichen Landwirten kooperiert. Zudem nehmen die Stadtwerke Celle an einer über viele Jahre angelegten bundesweiten Studie zum Nitratabbau in Grundwasserleitern teil. All diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass das Grundwasser in Garßen seine hohe Güte auch in Zukunft behält.

    Die Wasserhärte in Celle

    Die Wasserhärte in Celle liegt bei sieben Grad deutscher Härte, das entspricht dem Bereich weich. Wo weiches Wasser aus der Leitung fließt, gibt es keine Probleme mit Kalkablagerungen. Diese sind zwar gesundheitlich völlig unbedenklich, aber störend. So müssen die Einwohner von Celle ihre elektrischen Geräte im Haushalt kaum entkalken, auch dürfen Wasch- und Reinigungsmittel gering dosiert werden. Am besten orientiert man sich an den Herstellerangaben auf den Verpackungen. Nicht zuletzt freuen sich die Teetrinker über das weiche Wasser, das dem Tee ein besonderes Aroma verleiht.

    Celle liegt Niedersachsen nördlich von Hannover und Braunschweig.

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