• Wasserversorgung und Wasserhärte in Bremerhaven

    Die Wasserhärte in Bremerhaven – mittelhartes Wasser aus Grundwasservorkommen

    Die Trinkwasserversorgung übernimmt in Bremerhaven die swb. Sie beliefert ihre Kunden auch mit Strom, Erdgas und Fernwärme, deshalb gründete sie speziell für die Wasserversorgung das Unternehmen wesernetz. Es ist für das gesamte Bundesland sowie für die Einwohner von Geestland, Bexhövede und Imsum zuständig.

    Sauberes Leitungswasser für Bremerhaven – aus eigenen Brunnen und aus Niedersachsen

    Das Trinkwasser für Bremerhaven stammt aus Grundwasserquellen. Die hierfür nötigen Brunnen befinden sich in Bexhövede, Blumenthal, Geestland, Leherheide, Rönnebeck, Vegesack und Wulsdorf. Aus ihnen lassen sich pro Jahr etwa 15 Millionen Kubikmeter fördern. Diese Menge reicht jedoch nicht aus, deshalb kauft wesernetz Wasser aus Niedersachsen hinzu. Auch dieses Wasser wird vollständig aus Grundwasservorkommen gewonnen.

    Die Aufbereitung des Grundwassers aus den eigenen Brunnen erfolgt in den Wasserwerken in Bremen und Bremerhaven. Dort wird es mehrmals gefiltert, mit Sauerstoff angereichert und von überschüssigem Eisen und Mangan befreit. Für die Versorgung der Stadt Bremerhaven sind die beiden Wasserwerke Leherheide und Wulsdorf innerhalb der Stadt sowie die Werke Langen und Bexhövede in Niedersachsen zuständig.

    Das Wasserwerk Leherheide ist schon seit 1901 in Betrieb. Sein Bau war erforderlich geworden, weil die Einwohnerzahl in den damals noch eigenständigen Gemeinden stetig stieg und immer größere Schiffe in Bremerhaven anlegten. Sie benötigten reichlich sauberes Trinkwasser für die Weiterreise. Um auch die Seefahrer mit ausreichend Wasser beliefern zu können, beschloss die Firma Schwoon, die für die Versorgung der Schiffe zuständig war, gemeinsam mit der Gemeinde Lehe, ein Wasserwerk zu bauen. Es hatte zu Beginn eine Förderleistung von 5000 Kubikmetern pro Tag. Durch mehrere Modernisierungen ließ sich die Wassermenge jedoch laufend steigern. Sie liegt heutzutage bei 850 Kubikmetern pro Stunde.

    Die Wasserhärte in Bremerhaven – abhängig vom versorgenden Wasserwerk

    Im Hinblick auf die Wasserversorgung ist die Stadt Bremerhaven in drei Bereiche unterteilt. Einige Teile des Stadtgebiets werden vom Wasserwerk Leherheide, andere von den Wasserwerken Langen und Bexhövede beliefert. Sie nutzen verschiedene Grundwasservorkommen, deshalb ist die Wasserhärte in den drei Versorgungsgebieten unterschiedlich.

    Haushalte und Firmen, die das Wasserwerk Langen versorgt, erhalten Leitungswasser mit einer Wasserhärte von 1,51 Millimol Calciumcarbonat pro Liter oder 8,5 Grad deutscher Härte. Im Bezirk des Wasserwerks Leherheide hat das Wasser eine Härte von 2,17 mmol/l oder 12,1 °dH und im Bereich des Werks Bexhövede liegt die Wasserhärte bei 1,69 mmol/l oder 9,5 °dH. Trotz kleiner Unterschiede erhalten daher sämtliche Verbraucher in Bremerhaven mittelhartes Wasser.

    Fazit

    Das Leitungswasser in Bremerhaven lässt durch seine mittlere Wasserhärte nur wenig Kalkablagerungen an Geräten entstehen. Dementsprechend sind Entkalkungen nicht so oft erforderlich wie in Gebieten mit einer hohen Wasserhärte. Eine mittlere Wasserhärte bietet außerdem Einsparpotential beim Gebrauch von Waschpulver und anderen Reinigern. Sie entfalten in Wasser mit einem niedrigen Calcium- und Magnesiumgehalt schon bei einer geringeren Dosierung ihre volle Wirkung.

    Bremerhaven liegt an der Nordsee nördlich von Bremen und Oldenburg.

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