• Wasserversorgung und Wasserhärte in Bergisch Gladbach

    Die Wasserhärte in Bergisch Gladbach – im mittleren Bereich

    In Bergisch Gladbach ist die Bergische Licht-, Kraft- und Wasserwerke GmbH (BELKAW) für die Trinkwasserversorgung zuständig. Sie betreibt zwei Wasserwerke und ein Rohrleitungsnetz mit einer Gesamtlänge von rund 540 Kilometern. Die BELKAW liefert außerdem Strom, Gas und Wärme. Sie wurde bereits 1914 gegründet und gehört seit Juni 2014 zu 50,1 Prozent der RheinEnergie. Die übrigen 49,9 Prozent hält die Stadt Bergisch Gladbach.

    Trinkwasser für Bergisch Gladbach – aus eigenen Brunnen und von der RheinEnergie

    Für die Versorgung der rund 110.000 Einwohner und sämtlicher Unternehmen in Bergisch Gladbach sind pro Jahr etwa sieben Millionen Kubikmeter Wasser erforderlich. Dieser Bedarf lässt sich durch die beiden Wasserwerke Refrath und Holweide, die von der BELKAW betrieben werden, nicht komplett abdecken. Sie kauft deshalb weiteres Wasser von der RheinEnergie hinzu.

    Das Wasserwerk Refrath verfügt über fünf Brunnen, die Grundwasser aus bis zu 45 Meter tiefen Erdschichten fördern. Dieses Wasser ist bereits von sehr guter Qualität, denn es durchquert beim Versickern zahlreiche Kies- und Sandschichten, die wie natürliche Filter wirken. Für seine Aufbereitung sind deshalb keinerlei Chemikalien erforderlich. Allein der Gehalt an Kohlensäure ist zu hoch. Er wird durch ein physikalischen Verfahren reduziert.

    Damit das Wasser auch die Bewohner und Firmen in den höhergelegenen Gebieten von Bergisch Gladbach erreicht, wird es mit Hilfe von Pumpen in insgesamt neun Hochbehälter befördert. Von dort fließt es dank des natürlichen Gefälles von allein zu den einzelnen Verbrauchern.

    Die Wasserhärte in Bergisch Gladbach – in sämtlichen Stadtteilen gleich

    Die Qualität des Trinkwassers wird in Bergisch Gladbach laufend durch die Entnahme von Proben und deren Analysen im Wasserlabor der RheinEnergie überprüft. Es erfüllt sämtliche Vorgaben der Trinkwasserverordnung und enthält viele wichtige Mineralstoffe wie Magnesium und Calcium, das unter anderem für feste Knochen und widerstandsfähige Zähne sorgt. Auch für den Organismus lebenswichtige Spurenelemente sind im Leitungswasser von Bergisch Gladbach enthalten.

    Die Wasserhärte liegt im gesamten Stadtgebiet von Bergisch Gladbach bei etwa 1,94 Millimol Calciumcarbonat pro Liter. Dies entspricht circa 10,7 Grad deutscher Härte. Sämtliche Firmen und Privathaushalte in Bergisch Gladbach erhalten daher Leitungswasser mit einer mittleren Wasserhärte. Der Härtebereich mittel beginnt bei 8,4 °dH und endet bei 14 °dH. Selbst kleine Veränderungen des Magnesium- und Calciumgehalts haben daher keinen Einfluss auf die Wasserhärte.

    Fazit

    Eine mittlere Wasserhärte hat den Vorteil, dass im Leitungswasser genügend Calcium und Magnesium enthalten ist. Trinkwasser mit einer mittleren Wasserhärte ist daher gesund. Dennoch ist der Calcium- und Magnesiumgehalt in mittelhartem Wasser nicht so hoch, dass Geräte laufend verkalken. Der Aufwand für die Wartung und Pflege von Kaffeemaschinen und anderen Geräten hält sich in Gebieten mit einer mittleren Wasserhärte daher in Grenzen.

    Bergisch-Gladbach liegt in Nordrhein-Westfalen östlisch von Leverkusen un Köln.

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