• Wasserhärte in Bad Salzuflen

    Die Stadtwerke Bad Salzuflen decken den Trinkwasserbedarf der Stadt größtenteils aus eigenen Brunnen. Das übrige Wasser stammt aus Fremdbezug. Trotz der unterschiedlichen Wasserherkunft ist die Wasserhärte überall in Bad Salzuflen nahezu gleich. Die Geschichte der Versorgung mit Trinkwasser durch Stadtwerke Bad Salzuflen reicht bis ins Jahr 1900 zurück. Damals beschloss die Stadtverordnetenversammlung einstimmig den Bau einer zentralen Wasserversorgung. Zunächst wurden 1.000 Mark für Bohrversuche bewilligt. Im Jahr 1902 erhielt dann das in Hannover ansässige Unternehmen R. Crastorf den Auftrag, die Meierjohann’schen Quellen zu erschließen. Zeitnah wurde mit dem Bau der Wasserversorgungsanlagen begonnen, die endlich die Hausbrunnen ersetzen sollten. Wer sich anschließen ließ, durfte sich ab sofort über einwandfreies Quellwasser aus einem an der Salzufler Straße befindlichen Hochbehälter freuen. Die Pumparbeit erledigte ein in jener Zeit hochmoderner Dieselmotor.

    Hohe Rohwasserqualität erspart Aufbereitung

    Pro Jahr geben die Stadtwerke Bad Salzuflen rund 2,7 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an ihre Kunden ab. Ein Großteil davon stammt aus eigenen Wassergewinnungsanlagen im Bereich Wüsten. Die übrigen Mengen werden vom Wasserverband Begatal und von der Kalldorfer Sattel Wassergesellschaft mbH bezogen. Das Wasser kommt bereits so sauber und in bester Qualität aus der Quelle, dass es den Einwohnern ohne Aufbereitung zur Verfügung gestellt werden kann. Eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Laboratorien und dem Gesundheitsamt trägt dazu bei, dass die hohe Wasserqualität in Bad Salzuflen dauerhaft gewährleistet bleibt. Mindestens einmal im Monat untersucht ein zugelassenes Labor das Leitungswasser in Bad Salzuflen mikrobiologisch und chemisch. Tägliche Schnelltests überprüfen das kostbare Nass auf coliforme Keime. Darüber hinaus werden monatlich Proben aus den Brunnen entnommen und die Grundwasserstände gemessen.

    Gülle-Tourismus gefährdet Grundwasser

    Kooperationen mit der Landwirtschaft gewährleisten, dass das Trinkwasser in Bad Salzuflen die strengen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung deutlich unterschreitet. Dennoch ist ein Ansteigen der Nitratwerte zu verzeichnen. Das lässt sich nicht nur auf einen übermäßigen Düngemitteleinsatz zurückführen, sondern auch auf den sogenannten „Gülle-Tourismus“. Dieser betrifft unter anderem das Kalletal, aus dem ein Teil des Trinkwassers für Bad Salzuflen stammt. Mit 28 bis 35 Milligramm pro Liter liegt der Nitratgehalt des Leitungswassers in Bad Salzuflen immer noch deutlich unterhalb des gesetzlichen Grenzwertes. Um die Werte auf diesem Stand zu halten oder sogar zu senken, arbeiten die Stadtwerke an einer Intensivierung der Zusammenarbeit mit den ansässigen Landwirten.

    Hohe Wasserhärte in ganz Bad Salzuflen

    In Bad Salzuflen fließt hartes, mineralienreiches Wasser aus den Zapfhähnen. Die niedrigste Wasserhärte liegt mit 16,9 °dH in den vom Hochbehälter Vierenberg versorgten Bereichen vor. Dazu gehören die Kernstadt sowie die Ortsteile Biemsen, Ahmsen, Lockhausen, Werl und Wüsten. In allen anderen Stadtteilen werden 18,5 bis 19,5 °dH gemessen.

    Fazit

    Die hohe Wasserhärte in Bad Salzuflen kann sich negativ auf Haushaltsgeräte auswirken. Damit sich kein Kalk ablagert, sollten Spülmaschinen mit ausreichend Regeneriersalz befüllt und Waschmittel nach den Herstellervorgaben für hartes Wasser dosiert werden. Bad Salzuflen ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Landkreis Lippe im Regierungsbezirk Detmold und befindet sich ca. 19 Kilometer östlich von Bielefeld.