• Wasserversorgung und Wasserhärte in Aalen

    Einer der größten Stadtteile von Aalen liegt im Norden der heutigen Stadt und heißt Wasseralfingen. Der Name geht auf ein altes Rittergeschlecht und eine Wasserburg zurück, doch die ersten Siedlungsspuren sind noch sehr viel älter. Das ist auch kein Wunder, denn hier gibt es Wasser: Durch Aalen, die knapp 70.000-Einwohner-Stadt östlich von Stuttgart am Rand der Schwäbischen Alb fließt vor allem der Kocher, aber auch die kleinere Aal. Heute bietet das Thermalbad Limes-Thermen im Süden der Stadt aus dem Jahr 1985 mit zwei staatlich anerkannten Heilquellen auch einen Badegenuss mit über dreißig Grad warmem Wasser, das aus 650 Metern Tiefe stammt.

    Aalen setzt auf unterschiedliche Quellen

    Die Wasserhärte in Aalen ist nicht einheitlich, da sich die Stadt heute aus verschiedenen Quellen bedient. Bereits 1705 schenkte Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg der Stadt einen Brunnenkasten, der am Nordende des Marktplatzes aufgestellt wurde. Versorgt wurde er durch sogenannte Deichel, also spezielle Röhren aus Holz, die als Wasserleitungen dienten. 1870 wurde die Wasserversorgung für Aalen modernisiert, daher wurde der alte Brunnen durch einen neuen Laufbrunnen ersetzt, der etwa 100 Meter weiter errichtet wurde. Doch 1979 errichtete man den alten Marktbrunnen erneut und auch eine Kopie der alten Kaiserstatue von Joseph I. wurde aufgestellt.

    Inzwischen stammen rund 50 Prozent des Trinkwassers als sogenanntes Eigenwasser aus Grundwasserquellen am Albtrauf, einem Landschaftsschutzgebiet (Natura-2000-Gebiet) zwischen Essingen und Westhausen. Dazu gehören Heuchelbach, Himmlingen, Kocherursprung, Knöckling, Oberkochen und Waschhalde. Mehr als 40 Prozent werden über das Landeswasser aus den Bereichen Burgberg, Donau, Donauried und Egauwasserwerk gedeckt. Die übrigen sieben Prozent kommen aus der Wasserversorgung Härtsfeld-Albuch, die die Quelle Itzelberg nutzt. Das Kraftwerk Itzelberg pumpt das Wasser über drei Tiefbrunnen aus bis zu 70 Meter Tiefe nach oben.

    Ebnat und Waldhausen, die ebenfalls zum Stadtgebiet von Aalen gehören, werden durch Mischwasser aus dem Wasserwerk Itzelberg (etwa zu 70 Prozent) und dem Wasserwerk Neresheim (etwa zu 30 Prozent) versorgt.

    Wenig Natrium

    Das Eigenwasser wird durch spezielle Filter aufbereitet, die so fein sind, dass Fremdstoffe bis zur Größe von Viren herausgesiebt werden. Anschließend wird dem Wasser eine sehr geringe Menge Chlor zugefügt, damit es auf dem Weg durch die kilometerlangen Rohre bis zu den Hausanschlüssen nicht erneut verschmutzt.

    Das Aalener Wasser zeichnet sich durch einen besonders niedrigen Natriumgehalt aus. Dadurch ist es sehr bekömmlich und für eine natriumarme Ernährung sehr geeignet.

    Die Wasserhärte in Aalen

    Die Konzentration von Kalzium und Magnesium legt den Härtegrad des Wassers fest. In Aalen liegt die Wasserhärte überwiegend im Bereich drei, das Trinkwasser ist also hart. Das hat keinerlei Auswirkungen auf die Gesundheit; im Gegenteil: Viele Menschen mögen das Wasser sehr gern, da es mineralisch schmeckt. Auch versorgt es den Körper mit den wichtigen Mineralstoffen. Gleichzeitig fällt es aber bei Erhitzen aus, sodass elektrische Geräte wie Waschmaschine, Wasserkocher, Kaffeemaschine und andere regelmäßig entkalkt werden müssen. Das geschieht am besten mit umweltfreundlichen Reinigern. Auch sollten Wasch- und Reinigungsmittel passend dosiert werden. Die Angaben dazu lassen sich in der Regel auf den Verpackungen ablesen.

    Aalen liegt in Baden-Württemberg zwischen Stuttgart im Westen und Ingolstadt im Osten.

Ähnliche Artikel